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„Zwischen Euphorie und Schock“

Rucksackreisende berichten „Zwischen Euphorie und Schock“

Ein halbes Jahr lang sind Nadine Bornemann (30) und Marco Könemann (34) nun schon mit Rucksack und 30-Euro-Tagesbudget in Asien unterwegs, um sich eine Auszeit zu gönnen. Und bereits zur Halbzeit ihres Abenteuers ist der in Obernkirchen aufgewachsenen Erzieherin und ihrem Partner klar, dass diese Reise ihr Leben verändert.

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Nadine Bornemann und Marco Könemann vor den rund 450 Meter hohen „Petronas Towers“ in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia.

Quelle: pr

OBERNKIRCHEN/TAIWAN. Als erste Station hatten die beiden Globetrotter im Dezember 2016 Thailand angesteuert, dann waren sie nach Kambodscha weitergereist, hatten Vietnam und Singapur besucht und danach Land und Leute auf der indonesischen Insel Bali kennengelernt (wir berichteten). Anschließend erkundeten sie fast zwei Monate lang Malaysia nebst der malaiischen Insel Borneo, verbrachten rund drei Wochen auf den Philippinen und sind jetzt auf der Insel Taiwan angekommen, wo sie ebenfalls ein paar Wochen bleiben wollen, bevor es nach Japan und Südkorea weitergehen soll.

 Gesammelt haben sie in den vergangenen Monaten viele Eindrücke – so etwa von quirligen Städten, Traumstränden, wunderschönen Unterwasserwelten und wild lebenden Orang-Utans im Regenwald Borneos. Am nachhaltigsten dürften ihnen aber jene Bilder im Kopf bleiben, die nichts mit den schönen Fotos in den Hochglanzprospekten der Tourismusbranche zu tun haben.

Achterbahnfahrt Philippinen

 „Die Philippinen waren wie eine Achterbahnfahrt für uns: Zwischen Euphorie und Schockzustand“, sagt Bornemann. Einerseits hatten sie dort „wundervolle Begegnungen“ mit offenen und hilfsbereiten Menschen, andererseits geht es aber auch „völlig chaotisch und beängstigend“ zu. So sei etwa der Fahrer eines Busses, mit dem sie unterwegs waren, von einem wütenden Lkw-Fahrer mit einer Machete bedroht worden.

 Zudem empfinden die beiden Rucksackreisenden die auch auf den Philippinen vorhandene extreme „Kluft zwischen Arm und Reich“ als sehr verstörend. „Die Armut hier war das Schlimmste, was wir bislang gesehen haben“, sagt Könemann. Außerdem würden sie inzwischen viel mehr auf Umweltschutz achten als vorher. Denn regelrecht erschrocken seien sie von dem oftmals respektlosen Umgang mit Tieren, der massiven Abholzung des Regenwaldes und von all dem Plastikmüll, der vom Meer angespült wird. „Klar sind das Dinge, die wir nicht erst seit heute wissen“, sagt die 30-Jährige. „Aber wenn man diese Situation mit eigenen Augen sieht, fühlt und erlebt, sitzt es viel tiefer.“  wk

 Mehr von den beiden gibt es unter www.zwei-auf-achse.com.

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