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13 tote Lämmer im Feld entsorgt

Jäger findet Kadaver 13 tote Lämmer im Feld entsorgt

Als Arnd Bolhöfer am späten Donnerstagnachmittag auf dem Gelände der Domäne Möllenbeck unterwegs ist, denkt er plötzlich, er guckt nicht richtig: An einem Feldweg findet er 13 tote Lämmer. Offenbar sind die toten Tiere illegal entsorgt worden.

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Ein furchtbarer Anblick hat sich gestern einem Jäger geboten, als er die toten Lämmer an einem Feldweg an der Domäne Möllenbeck vorfand.

Quelle: pr.

Möllenbeck. Bolhöfer, der ehemalige Pächter der Domäne Möllenbeck, war gerade auf der Pirsch, als er auf dem Gelände der Domäne auf die toten Lämmer stieß. Der Jäger ist den Anblick von toten Tieren zwar gewohnt. Aber es ist etwas anderes, ob man ein Tier selbst fachgerecht und legal erlegt oder aus heiterem Himmel einen ganzen Haufen toter Tiere an einem Ort zu Gesicht bekommt, an dem sie eigentlich nichts zu suchen haben. „Das war weiß Gott nicht angenehm“, sagt Bolhöfer im Gespräch mit dieser Zeitung.

 Er glaubt, dass die Tiere gleich nach ihrer Geburt getötet und wenig später bei der Domäne Möllenbeck illegal entsorgt werden sollten. „Die waren alle noch ganz jung“, sagt der Jäger. „So geht man nicht mit Tieren um.“ Normalerweise werden tote Tiere in der Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt.

 Bolhöfer ist sich sicher, dass es sich bei den Lämmern nicht um Totgeburten handelt. „Das hätte dann schon eine sehr große Herde sein müssen, in der zwölf Totgeburten gleichzeitig vorkommen“, erklärt er. Deshalb vermutet Bolhöfer, dass die Tiere totgeschlagen worden sind. „Das ist schon eine große Sauerei“, befindet er.

 Erst am vergangenen Wochenende waren in dem Mindener Ortsteil Häverstedt, oberhald des Klinikums, zum wiederholten Male tote Ziegen aufgefunden worden. Die zwei Tierleichen wiesen keine äußeren Verletzungen auf. Vermutet wird eine illegale Entsorgung der toten Tiere. Die abgelegene Stelle kommt jemandem, der tote Tiere entsorgen will, entgegen, es gibt nahegelegene Anschlüsse an die Bundesstraßen 65 und 61.

 Da die Tiere keine Ohrmarken trugen, wie eigentlich vorgeschrieben, ist es schwierig, den Halter der Ziegen zu ermitteln. Von den Ziegenhaltern in der unmittelbaren Umgebung hat keiner Tiere als verloren gemeldet. Die Todesursache der Tiere wurde bislang nicht untersucht.

 In Minden war es der vierte Fall mit nunmehr insgesamt sechs Kadavern. Die ersten Kadaver waren im November gefunden worden. Damals hatte eine Anwohnerin noch einen Kleintransporter wegfahren sehen.

 Wie in Häverstedt handelt es sich auch bei dem Feldweg der Domäne Möllenbeck um einen im Wesentlichen von den Pächtern genutzten Weg. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Bundesstraße 238. Wer auch immer die Tiere entsorgt hat, konnte die Stelle relativ unauffällig anfahren und wieder verlassen.

 Anthony Lee, der Schwiegersohn von Bolhöfer und Mann der heutigen Domänen-Pächterin Anne Bolhöfer, sagt, dass der Feldweg in der jüngsten Vergangenheit auch zunehmend als illegale Müllabladestelle herhalten musste. „Wir wollen deshalb verstärkt die Autos, die hier unterwegs sind, in den Blick nehmen und uns gegebenenfalls die Kennzeichen notieren, wenn uns etwas merkwürdig vorkommt“, betont Lee. Gegen Liebespaare, die sich da wohl auch gerne mal hin zurückziehen, habe er ja gar nichts. Aber das mit dem Müll habe zuletzt wirklich überhand genommen. Und jetzt dort tote Tiere abzuladen, sei natürlich erst recht nicht hinzunehmen.

 Die Polizei Rinteln nahm die Stelle mit den toten Tieren am Freitag gemeinsam mit Kreisveterinär Dr. Ulf Güber in Augenschein.Eine Einschätzung vom Kreisveterinär zu diesem Vorfall war gestern bis Redaktionsschluss jedoch nicht zu bekommen. Die Polizei teilte auf Anfrage mit, dass in den vergangenen Wochen keinerlei Tiere als verloren gemeldet worden, sagt Daniela Kempa, die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes. pk/MT

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