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71 Mitarbeitern droht Entlassung

ITT Bornemann 71 Mitarbeitern droht Entlassung

Nach den jüngsten Nachrichten aus dem Hause ITT Bornemann, wonach die Zahl der Entlassungen beim Pumpenspezialisten am Standort Gelldorf von zunächst ins Auge gefassten 120 auf 99 reduziert werden konnte, sind gestern Details bekannt geworden.

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70 Mitarbeiter werden diese Tore ab Oktober das letzte Mal passieren.

Quelle: tw

Gelldorf. Von „Erfolgen“ mag Betriebsratschef Axel Weinert angesichts von am Ende immer noch 71 Mitarbeitern, denen ab Mitte September zum 1. Oktober betriebsbedingt gekündigt werden soll, zwar nicht sprechen, doch sei es immerhin gelungen, die Folgen zu mildern.

„Die Kündigungen“, so Weinert, „waren von der Geschäftsführung zunächst bereits für Ende April/Anfang Mai geplant.“ Nicht zuletzt dank einiger neuer Aufträge für das dritte Quartal, die an einigen Maschinen zu einem kurzzeitigen Anstieg der Auslastung von 30 bis 40 auf 70 bis 80 Prozent geführt hätten, könnten sie aus heutiger Sicht nun bis Mitte September hinaus geschoben werden. „Ab 1. Oktober“, so der Betriebsratschef, „beginnen dann die individuellen Fristen.“ Die letzten der 71 Entlasskandidaten werden dann im Frühjahr 2016 gehen. Wer das sein wird, weiß derzeit noch keiner. „Bedingung des Betriebsrats war, dass zunächst die Konditionen verhandelt und erst dann die Namen genannt werden“, sagt Weinert. Letzteres will die Geschäftsführung nun in den nächsten Wochen tun. Der Betriebsrat muss zustimmen.

„Bei den Abfindungen“, so Weinert, „konnten wir größere Summen als bei der bis dato letzten Restrukturierung 2013 erreichen.“ Auch die Deckelungssumme sei in diesem Zusammenhang angehoben worden.

Stichwort Transfergesellschaft: Diese habe es zwar auch 2013 gegeben, doch auch hier seien die Konditionen jetzt bessere. Hätten die Gekündigten damals nur wählen können, ob sie die Abfindung nehmen oder – ohne Geld – für zwölf Monate in die Transfergesellschaft gehen, könnten die Betroffenen jetzt mit etwa einem Drittel der Abfindung in diese Gesellschaft eintreten.

Allerdings: Selbst wenn für den ITT-Bornemann-Standort Obernkirchen/Gelldorf aktuell neue Aufträge eingegangen sind, bedeutet das aufs Ganze gesehen keine Wende zum Besseren: „An der generellen Lage hat sich leider nichts geändert. Die ist für das vierte Quartal nach wie vor schlecht“, bedauert der Betriebsratschef. Für das Jahr 2016 rechne Bornemann mit einem Auftragsminus, das zwischen 20 und 30 Prozent liegen wird.

Absehbar sei das, weil die Lieferfristen der von ITT für die Öl- und Gasindustrie gefertigten großen Multiphasenpumpen im Schnitt Lieferzeiten von sechs bis zwölf Monaten haben. Kommen nun nicht bald die erhofften Aufträge rein, droht eine Durststrecke.

Die jüngsten Restrukturierungsgespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat hatten am 17. März begonnen; verhandelt wurde und wird zweimal pro Woche. tw

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