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72 Prozent Landwirtschaft

Auetal 72 Prozent Landwirtschaft

Genau 6216 Hektar misst die Gemeinde: Doch das war nicht immer so. Auch nach der Gebietsreform 1979 wuchs das Auetal rein rechnerisch noch ein ganzes Stück – genauer gesagt um neun Hektar.

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AUETAL. Grund dafür sind die ständigen Qualitätsverbesserungen der Katasteramtskarten, die während des Jahres durchgeführt werden. Unabhängig von diesen mehr nominellen Veränderungen lassen sich aus den Zahlen des Katasteramtes, die Dezernatsleiter Alexander Schenk zusammengestellt hat, aber interessante Rückschlüsse ziehen.

So wird ein großer Teil der Flächen im Auetal landwirtschaftlich genutzt – Ende 2015 waren es 4483 Hektar. Doch der Anteil nahm über die vergangenen 38 Jahre kontinuierlich ab. Bei der Gemeindegründung 1979 waren es noch 4723 Hektar. Seit 2010 scheint sich der Rückgang zu verlangsamen: Im Schnitt verlor das Auetal pro Jahr 6,5 Hektar – von 2010 bis 2015 dagegen nur noch insgesamt zehn Hektar.

Auetal sticht heraus

Um fast 100 Hektar wuchs dagegen die für Wohnbebauung genutzte Fläche. 1979 waren es noch 136 Hektar, 2015 bereits 231 Hektar. Ebenfalls gewachsen sind die Waldflächen in der Gemeinde: von 840 (1979) auf 917 Hektar (2015).

Insgesamt sticht das Auetal im Vergleich zum Land Niedersachsen vor allem durch eine intensivere Landwirtschaft hervor. Den Durchschnitt von 60 Prozent landwirtschaftlich genutzter Flächen hat die Gemeinde mit 72 Prozent deutlich übertroffen. Bei der Wohnbebauung (Auetal 3,7 Prozent, Land 4,2 Prozent) und bei den Waldflächen (Auetal 15 Prozent, Land 22 Prozent) liegt die Gemeinde unter dem Durchschnitt.

Katastaeramt unterstützt

Schenk erklärt, dass die Nutzung der Flächen im Auetal regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werde. „Wir lassen alle drei Jahre aktuelle Luftbilder des gesamten Gebietes erstellen.“ Die aktuellen Bilder stammen aus dem Jahr 2016. Auf Basis dieser Aufnahmen werde dann in Handarbeit die Karte aktualisiert. 2016 wurden etwa im Auetal die klassifizierten Verkehrsstraßen ohne Gemeindestraßen aktualisiert. 2017 die landwirtschaftlichen Flächen. In diesem Jahr wolle man noch die Siedlungsflächen aktualisieren – und sich im nächsten Jahr dann die Vegetations- und Gewässerflächen vornehmen. Dabei werden eigenständige Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Regel ab 300 Quadratmeter, Vegetations- und Gewässerflächen ab 1000 Quadratmeter gebildet.

Diese Arbeit macht sich das Katasteramt natürlich nicht ohne Grund: Vor allem Behörden und andere Katasterämter nutzen diese Aufstellung der „tatsächlichen Flächennutzung“, um etwa statistische Informationen zu erheben. Auch die Kommune nutze die Daten des Katasteramtes für ihre Planung.

Und auch mit Überraschungen wartet die Aufstellung des Amtes auf: So gibt es im Auetal etwa einen Sumpf. jak

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