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Abwechslung und Vielfalt im Vordergrund

Erntesache in Vehlen Abwechslung und Vielfalt im Vordergrund

Dass die Premiere mit einem leichten Hintergrund-Grummeln über die Bühne gehen würde, das hat Holger Meier schnell geahnt. Am nächsten Wochenende wird in Gelldorf das Erntefest gefeiert, und ein Dorf weiter, in Vehlen, bittet Meier zur ersten Erntesache.

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Am Wetter können sie nichts ändern, aber ansonsten haben Holger Meier (auf dem Traktor-Sitz) und seine Helfer alles im Griff, sogar das Bier, das eigens für das Wochenende gebraut wird.

Quelle: wk

VEHLEN. „Gelldorf war nicht sonderlich amüsiert“, sagt Meier mit Blick auf die Terminüberschneidung. Aber es ist eine Terminüberschneidung, die einen guten Grund hat: das liegt tatsächlich am Termin.

Vier Jahre lang hatte Bückeburg zur Ährensache geladen, immer am ersten Wochenende im September, und vier Jahre lang war Meier dort vertreten, mit seiner Brauerei, der kleinsten in ganz Norddeutschland, und hat mit seinem Meierhöfer-Bier dort durchaus Geld verdient, „das war super“, sagt er. In diesen vier Jahren hat er auch die anderen Aussteller kennengelernt, und umgekehrt sie ihn, und als der Ährensache-Ausfall bekannt wurde, da haben sich alle zusammengesetzt und sich und die anderen gefragt: Was machen wir?

Meier hat dann recht schnell entschieden: „Dann machen wir das in Vehlen.“ Die anderen Aussteller hätten sich das erste Septemberwochenende ohnehin für die fünfte Auflage der Ährensache in der Residenzstadt freigehalten. „Wir kennen die Leute, die Aussteller“, sagt Meier ein paar Tage vor der Premiere, „aber wir wissen nicht, was alles dazugehört.“ Vielfalt und Abwechslung erwartet der Vehlener von seiner Erntesache.

An drei zusammenhängenden Standorten wird die Erntesache präsentiert: auf dem Meierhof, dem ältesten Zweiständerfachwerkhaus an seinem Originalbauplatz im Schaumburger Land, rund um die sanierte Mühle sowie auf der Wiese und einer Ackerfläche. Meier möchte nämlich nicht nur eine Traktorenausstellung anbieten, die historischen Oldtimer sollen auf einem Feld auch zeigen, was sie heute so alles können, und nicht nur einfach rumstehen.

Von der Ähre bis zum Brot

Bauernhof, Mühle, Wasser – „wir haben doch Möglichkeiten, und die sollten wir nutzen“, meint Meier. Daher soll Korn mit Wasserkraft gemahlen und gezeigt werden, wie die Schritte von der Ähre bis hin zum fertigen Brot aussehen. Wissen zu vermitteln ist auch ein Anliegen des Vehler.Drei Euro Eintritt wird Meier an beiden Tagen aufrufen, und der kommerzielle Gedanke steht weit im Hintergrund, ebenso wie die Brauerei, das sei halt so bei einer Premiere, man müsse erst einmal Geld in die Hand nehmen. Standgelder, sagt Meier, werden nicht erhoben.

Eine Dreschmaschine soll ebenfalls aufgebaut werden, die Kirche ist auch mit im Aussteller-Boot, das Rott Vehlen wird eine Ballonschleuder für Kinder organisieren, zählt Meier die Anbieter auf. Auf einem Plan zeigt er, wer wo stehen wird: Tiere seien ein großes Thema bei dieser Premiere: Es gibt Ponyreiten, Küken und Hühner werden gezeigt, Kaninchen, Schafe, kleine Kühe, es wird Gartentechnik zu sehen sein, Hundevorführungen, sowie Eine-Welt-Produkte, Kettensägen, Schmuck, Bioprodukte und selbst produzierten Käse.

Das Graf-Wilhelm-Regiment wird Zelte aufbauen und mit zwölf Mann in historischen Uniformen für einen echten Hingucker sorgen. Am Sonnabend wird demonstriert, wie Pferde beim Baumstammziehen eingesetzt werden. Am Sonntag können Besucher die hohe Schule der Barockreitkunst bestaunen. Außer einem Zimmermann und einem Stuhlflechter können Interessenten auch Schorse Kütemeier bei der Arbeit über die Schulter schauen, „dem legendärsten Schuster“, meint Meier lachend.

Die Vehlener Erntesache hat am Sonnabend und Sonntag, 3. und 4. September, an der Ahnser Straße 1 und 3 von 11 bis 18 Uhr geöffnet. rnk

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