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„Alles andere wäre schlechter Stil“

Verantwortung für Exten „Alles andere wäre schlechter Stil“

Politische Schlammschlachten sind nicht der Stil des Extener Ortsrates. Zu wichtig ist den gewählten Vertretern ihre Verantwortung für das Dorf. „Wir werden diesen Konsens nicht kaputtmachen“, betont Joachim von Meien (CDU), der bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte.

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Die SPD will Bernd Kirchhoff als Ortsbürgermeister vorschlagen.

Quelle: pr.

Exten. Trotzdem will er Bernd Kirchhoff von der SPD als Ortsbürgermeister unterstützen. „Alles andere wäre schlechter Stil. Es ist Tradition, dass die stärkste Fraktion den Ortsbürgermeister vorschlägt.“ Dreimal in Folge hat die SPD ohne zu Murren den CDU-Kandidaten unterstützt. Es wäre unfair, so von Meien, jetzt diese Tradition zu brechen, nur weil die Christdemokraten nicht mehr stärkste Fraktion sind.

Damit steht relativ fest, dass der gebürtige Extener Bernd Kirchhoff die Nachfolge von Thorsten Kretzer antritt. Dieser war vor 15 Jahren ebenfalls als Ortsratsneuling direkt in das Amt des Ortsbürgermeisters gewählt worden – genauso erging es nun dem 45-jährigen Kirchhoff.

Nicht ohne Diskussion

Auch wenn sich CDU und SPD letztlich auf einen Kandidaten einigen konnten, ganz ohne Diskussionen ging es dann doch nicht. Gerade innerhalb der Stadt-CDU gab es einige, die – schon allein des Prestiges wegen – gern den Extener Ortsbürgermeister weiter in ihren eigenen Reihen sehen wollten. Dank der Stimmenstärke von Meiens hatte man auch ein gewichtiges Argument auf seiner Seite.

Doch da die Christdemokraten in Möllenbeck darauf bestanden, den Stimmenführer und Ex-Ortsbürgermeister Reinhold Kölling vom Thron zu stoßen (Dort wurde die CDU stärkste Fraktion), konnte die Stadt-SPD natürlich in Exten nicht auf den Posten verzichten.

Wären andere Köpfe an den Spitzen von SPD und CDU gestanden, die Situation hätte alle Zutaten für eine Kampfabstimmung gehabt. Doch das hätte das politische Gewicht des Dorfes im Stadtrat – dort sind drei Extener vertreten, neben von Meien und Kirchhoff auch noch Jens Maack von der WGS – deutlich geschwächt.

Alle Beteiligten betonten im Gespräch, wie wichtig ihnen die überparteiliche Zusammenarbeit sei. „Der Konsens ist mir sehr wichtig“, sagt auch Bald-Ortsbürgermeister Kirchhoff über sein Verständnis des Amtes. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und offen miteinander sprechen.“

Er betont auch: „An Exten geht im Stadtrat nichts vorbei.“ Wenn alle drei Extener Stadtratsmitglieder immer im Sinne des Dorfes abstimmen würden, „dann hat unser Dorf immer eine Mehrheit“. Da passen Schlammschlachten rund um ein Ehrenamt natürlich nicht.  jak

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