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Alte Linde gekapppt

Ohne Genehmigung Alte Linde gekapppt

Mitarbeiter einer Firma sind am Sonnabend einer alten, dorfbildprägenden Linde auf einem Privatgrundstück an der Dorfdurchfahrt in Borstel zu Leibe gerückt. Anwohner informierten die Polizei, da sie davon ausgingen, dass für die Fällung keine Genehmigung vorlag.

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Die alte Linde auf einem Privatgrundstück an der Borsteler Dorfstraße ist tot.

Quelle: la

Borstel. Als die Polizeibeamten aus Rinteln vor Ort eintrafen, waren die meisten Äste der stattlichen Linde bereits abgesägt. Ob eine Genehmigung für die Arbeiten vorlag, konnte zunächst nicht geklärt werden, denn am Wochenende war bei der Auetaler Gemeindeverwaltung niemand zu erreichen. Am Montag wurde die Anzeige von der Polizei an die Gemeinde weitergeleitet.

„Wir klären gerade die Sachlage. Derzeit kann ich dazu noch nichts sagen“, erklärte Doreen Schwarzlaff von der Verwaltung. Aus der Bauabteilung war zu hören, dass es keine Genehmigung für eine Baumfällung in Borstel gebe. In den sozialen Netzwerken wurde kräftig diskutiert, ob die „Baumzerstörung“ rechtens war oder nicht.

Satzung schützt Bäume

Darf man auf seinem eigenen Grundstück tun und lassen, was man möchte? Die Antwort lautet: Nein. Geregelt ist das durch die Satzung über den Schutz des Baum- und Heckenbestandes in der Gemeinde Auetal. Dort steht unter Paragraf 3, 1a: Geschützt sind alle Bäume mit einem Stammumfang von 60 Zentimetern und mehr, gemessen in einer Höhe von 100 Zentimentern über dem Erdboden. Im Paragraf 4 ist festgehalten: Verboten ist, geschützte Bäume zu entfernen, zu zerstören, zu schädigen oder ihre Gestalt wesentlich zu verändern.

„Was hier gemacht wurde, ist eine baumzerstörende, brachiale Maßnahme, die rechtlich und biologisch mit einer Fällung gleichzusetzen ist“, sagt der Baumpflege-Experte Ulrich Grupe. Der Baum sei 100-prozentig geschädigt. Bußgelder bis zu 50.000 Euro kann die Gemeinde für eine nicht genehmigte Baumfällung verhängen.  la

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