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Am Kirchberg wird abgeholzt

Große Pläne für das Friedhofsareal in Steinbergen Am Kirchberg wird abgeholzt

Erst hat es Ärger gegeben wegen morscher Äste, die nach Stürmen auf Gräber gestürzt waren und diese beschädigt hatten. Die kirchliche Friedhofsverwaltung in Steinbergen bat die zuständige Fürstliche Hofkammer in Bückeburg, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

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Diese Buchen sind gefällt worden, weil Äste von ihnen auf den Friedhof gefallen sind und Gräber beschädigt haben.

Quelle: dil

Steinbergen. Und die Hofkammer hat kurz vor Weihnachten von einem Unternehmer gleich etliche Buchen fällen lassen. „Waldbauliche Maßnahme“ heißt der Vorgang, über dessen Folgen sich zumindest Spaziergänger ärgern. Denn der bei ihnen beliebte Erdweg hinunter Richtung Engern ist nun mit Astwerk versperrt, und dieser Zustand kann wohl noch einige Monate andauern.

 „Waldspaziergänger müssen nun einfach Rücksicht nehmen und andere Wege benutzen“, sagt Revierförster Alfred Matthaei. „Nach so einem Einschlag kann es nicht gleich wieder so aussehen wie in einem Kurpark.“ Fakt ist, der Förster braucht erst mal Zeit. Warum? Auch aus wirtschaftlichen Gründen. Das Stammholz ist weitgehend verkauft, liegt sauber gestapelt an den Wegen und weist bereits Verkaufsnummern auf. Nun liegt auf dem mittleren Erdweg, der von schwerem Gerät stark zerfurcht ist, aber noch viel Geäst und versperrt zum Teil Fußgängern den Durchgang. Es muss also erst auch dieses Geäst weg, damit der Weg wieder befestigt werden kann.

 „Das Kleinholz haben wir schon an Brennholzkunden verkauft, die in den nächsten Wochen kommen werden, um es zu zerkleinern und abzuholen“, sagt Matthaei. „Wann das genau geschieht, ist offen. Und danach muss der Boden auch erst wieder trocken sein, damit wir wiederum mit schwerem Gerät den Weg reparieren können. Aber im Sommer soll alles wieder begehbar sein.“

 Da es sich auch um eine waldbauliche Maßnahme handelt, ist das Nachpflanzen junger Bäume vorgesehen. „Wir nutzen die Gelegenheit, den dortigen Bestand zu verjüngen“, teilt Matthaei mit. „Es kommen neue Buchen und wohl auch Ahornbäume.“ Das Abholzen wurde auf die Zeit vor Weihnachten vorgezogen, danach war Matthaei selbst in Urlaub. Er will sich in dieser Woche die Situation vor Ort ansehen.

 Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Steinbergen ist froh, dass die Friedhofsnutzung nun wieder gefahrlos möglich ist. Pastor Stephan Strottmann stört es auch nicht, dass an der Friedhofskapelle jetzt abholbereites Stammholz und Geäst liegen. Dieser Bereich sei ohnehin wie auch der Parkplatz an die Stadt Rinteln verpachtet. Und dass der Erdweg, den viele im Ort traditionell als Kirchweg bezeichnen, derzeit nicht begehbar ist, das habe kaum Auswirkungen auf den Gottesdienstbesuch in der St.-Agnes-Kirche. Strottmann gestern auf Anfrage: „Wer von Engern zu uns zur Kirche kommt, der nimmt den anderen befestigten Weg, der . Dort sind in meinen Augen wirklich nur Spaziergänger betroffen. Aber es freut mich, dass wieder aufgeforstet wird.“ dil

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