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Anruf-Auto statt Anruf-Bus

Auetal Anruf-Auto statt Anruf-Bus

Ein Jahr vor der Kommunalwahl erzählt der Vorsitzende der Wählergemeinschaft Auetal (WGA), was man zwölf Monate vor dem Urnengang der Wähler halt so berichtet: Die eigene Partei, so Siegbert Held, werde im nächsten Jahr mit einem guten Mix aus erfahrenen Politikern und jungen ehrgeizigen Nachwuchshoffnungen um das Vertrauen der Auetaler bitten.

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Heinrich Wenthe (l.) kandidiert nicht mehr, Siegbert Held, Jürgen Menke und Andreas Tegtmeier werden bei der nächsten Kommunalwahl wieder antreten.

Quelle: Archiv/rnk

Auetal. Held kann als Vorsitzender der WGA bei der Hauptversammlung aber deutlich konkreter werden: Heinrich Wenthe, Urgestein aus Rannenberg, werde nicht wieder antreten, aber Jürgen Menke und Andreas Tegtmeier, die beiden Ratsvertreter, würden sich erneut zur Wahl stellen, zudem habe man mit Alexander Schmidt und Christoph Held zwei junge Kandidaten. Und wer außerdem noch mitmachen möchte, der sei hochwillkommen. Zwischen den Zeilen verbarg sich die eigentliche Botschaft an diesem Abend: Auch Held, der schon dabei war, als die Wählergemeinschaften im gesamten Landkreis zum Sturm auf die Rathäuser bliesen, wird also wieder antreten.

WGA-Chef Held war mit Blick auf die zurückliegenden zwölf Monate nicht unzufrieden – im Gegenteil. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister Heinz Kraschewski laufe seit dem ersten Tag gut. „Man wird auch akzeptiert, wenn man nicht der SPD angehört.“

Der Anruf-Bus als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sei nicht durchführbar, weil sich einfach keine 15 Ehrenamtlichen gefunden hätten, die nach einer entsprechenden Schulung als Fahrer einsetzbar wären. Und das sei eben die Voraussetzung gewesen, damit sich der Landkreis finanziell beteilige. Der Anruf-Bus, der in anderen Landkreis-Gemeinden bis zu viermal am Tag die Dörfer abfährt, sei keine realistische Alternative: „Viermal am Tag von Altenhagen nach Rehren?“, fragte Held, es war rein rhetorisch gemeint.

Im Auetal läuft es auf das Anruf-Auto hinaus, im Zusammenarbeit mit dem örtlichen Taxi-Unternehmen. Am Zeitplan wird noch gearbeitet, weil er nicht mit dem ÖPNV kollidieren darf. Es gebe Pufferzeiten, die eingehalten werden müssten. Morgens, mittags und nachmittags, wenn sowieso Busse fahren, wird es kein Anruf-Auto-Angebot geben. „Es wird ein sehr übersichtlicher Fahrplan“, sagt Held. Und er wird auf das Auetal, Rinteln und Stadthagen begrenzt sein. Das Wichtigste beim Anruf-Auto: Es gibt keine Haltestelle, der Kunde wird zu Hause abgeholt, zu seinem Ziel gebracht und anschließend vor der eigenen Haustür wieder abgesetzt.

Ein Jahr vor der Kommunalwahl hat sich die WGA eine Überarbeitung der Internetseiten verordnet, Alexander Schmidt hat sich darum gekümmert. Und der Auftritt im Netz ist ja die einzige Möglichkeit, sich zu informieren. Die Informationen der Seite können auch mit Handy und Tablet abgerufen werden. Am Facebook-Auftritt sei man dran, sagte Schmidt. „Insgesamt soll mehr Bewegung rein.“ Große Konkurrenz im Internet durch die beiden anderen Parteien im Auetal sah Schmidt nicht: Die CDU-Seite sei nicht mehr abrufbar, und auf der SPD-Seite sei als neueste Meldung der Ostergruß nachzulesen. rnk

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