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Anschauen, schnitzen oder essen

Westendorfer feiern den Kürbis Anschauen, schnitzen oder essen

Ob’s am goldigen Frühherbsttag gelegen hat oder an dem enormen Bekanntheitsgrad, den das Kürbisfest auf Beißners Hof inzwischen im weiten Umkreis genießt, ist nicht eindeutig zu bestimmen gewesen.

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Das Kürbis-Team mit Petra Bruns (von links), Hildegard Ahmann, Almut Füchtenhaus und Alexandra Backhaus. Für Julia Rose und Lina Lütje (rechts außen) steht noch der spielerische Umgang mit den Kürbissen im Vordergrund.

Quelle: who

Westendorf. Jedenfalls schien das Fest rund um die urige Feld- und Gartenfrucht am Sonntag Auslöser für eine kleine Völkerwanderung nach Westendorf zu sein.

 „Ich dachte immer, das hört mal auf“, bekannte Alexandra Backhaus, während die Besucherscharen Hof und Scheunen fluteten. Aber es hat nicht aufgehört, was sie vor Jahren sozusagen als nette Idee für ein uriges herbstliches Event auf dem Gehöft ihrer Eltern kreiert hatte.

 Grundlage dafür war ihre eigene Vorliebe für den Kürbis als vielseitige Frucht für herbstliche Gerichte in vielen Geschmacksvarianten und der Anbau von heute mehr als 50 Sorten. Vom wohl am weitesten bekannten imposanten Roten Zentner über die bauschige Bischofsmütze mit ihrer speziellen rot-grünen Zeichnung bis hin zum aus Fernost stammenden trendigen Hokkaido-Kürbis – Backhaus hat fast alles angebaut, was Rang und Namen hat, gut aussieht und vor allem gut schmeckt. Und darum, aber eben nicht nur darum, scheint ihr Kürbisfest nach wie vor für viele Kürbis-Feinschmecker und solche, die es werden wollen, eine Attraktion zu sein.

 Eine Attraktion, die andererseits viel Vorbereitung verlange, verriet sie. Denn in den Tagen vor dem Fest, „hatte unser Kürbis-Team reichlich zu tun beim Ernten, Waschen und Dekorieren“ der Hauptdarsteller. Das Ergebnis: Berge von in leuchtenden Farben strahlenden Kürbissen zum Anschauen, Aussuchen, Kaufen und Mitnehmen sowie zum Essen in Form von Kürbissuppe in der Scheunen-Cafeteria. Und weil besonders die Suppe im Vorjahr überraschend schnell „ausverkauft gewesen ist, haben wir dieses Mal von vornherein mehr gekocht“, verriet Backhaus.

 Aber Kürbis ist für noch viel mehr gut als nur zum Anschauen und Essen, machten die zahlreichen Kinder deutlich, die Schlange standen, um sich in einer Hofgarage ins Schnitzen von Gesichtern einweisen zu lassen. Davon abgesehen interessiere ihn persönlich das Schnitzen sowieso mehr als das Essen, bekannte nicht nur Nick Förstel. Während sich seine Großmutter Karin und seine Mutter Nicole für Kürbisse als Dekoration oder Bereicherung für den Speisezettel interessierten, schien ihm die handwerklich-künstlerische Verwertbarkeit von größerer Bedeutung beim Erstbesuch des Festes.

 Es gab aber auch weitere Leckerbissen, die nicht zum Essen bestimmt waren. Die Stände mit originellem Hobbywerker-Schmuck und textilen Unikaten machten Appetit auf das Wiederkommen im nächsten Jahr. „Noch bis Ende Oktober ist frisch vom Feld reichlich Auswahl“, verrät Backhaus. who

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