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Auf der Zielgeraden

Todenmann Auf der Zielgeraden

Die Hinweistafeln der Baufirma Völkmann im Kirschendorf stehen noch – aber nicht mehr lange. Endlich Endspurt in Todenmann? In der zweiten Juli-Hälfte soll die letzte Asphaltdeckschicht eingebaut werden.

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Vorsicht, Gefahr im Engpass!

Arbeiter des Bautrupps aus Papenburg erledigen vor Kösters Brink letzte Arbeiten am fertigen Geh- und Radweg.

Quelle: jan

TODENMANN. Dann ist doch Schluss, lautet die erste Frage beim Besuch unserer Zeitung. „Ach, es ist noch so viel zu tun“, sagt Polier Kevin Larkin, während er den Hügel hinter der langen Gabionenmauer am Ortsausgang nach Kleinenbremen erklimmt. Das kann er doch nicht ernst meinen.

„Doch, tausend Kleinigkeiten.“ Aber das Gröbste liegt ja hinter ihm. Oder mag er gar nicht mehr weg aus Todenmann? So wie sein Bautrupp aus Meppen? „Ja, die Meppener, denen hat es hier gefallen“, sagt Larkin lachend. „Die wollten gar nicht mehr weg.“ Und die Leute vom Subunternehmer aus Papenburg, die gerade die letzten Pflasterarbeiten vor Kösters Brink erledigen? „Die sind auch sehr gerne hier.“ Er selbst muss sich doch bald als Todenmanner fühlen, nach mehr als einem Jahr ohne Unterbrechung, von Urlaub mal abgesehen? „Stimmt. Und ich war in der ganzen Zeit nicht einmal krank.“

Spaß trotz Ärger

Er erläutert auf seine bekannt ruhige Art, was die Papenburger da am oberen Ende der 155 Meter langen Trockensteinmauer noch zu bauen haben. „Das ist ein Muldenrinnstein.“ Der erstreckt sich über die komplette Länge des an der höchsten Stelle gut zwei Meter messenden Bauwerkes und leitet das Regenwasser in den brandneuen Kanal unter dem brandneuen Geh- und Radweg ab. Und er erzählt vom Ärger mit dem Gabionenbauer, der für nicht weniger als vier Wochen Verzögerung gesorgt hat.

Der gebürtige Londoner – Mutter Deutsche, Vater Engländer („Ich war der erste Kevin in Deutschland“) hat gute Nerven. Denn: Polier macht bestimmt Spaß, ist aber auch gleichbedeutend mit Ärger aushalten, manchmal viel Ärger. Er ist bekanntlich nicht der erste Völkmann-Polier auf der Baustelle, hat es dafür jedoch inzwischen zum „Quasi-Bauleiter“ gebracht, weil sein ehemaliger Chef, Henrik Notthoff („Mitte Mai sind wir mit allem fertig“), die Firma kürzlich verlassen hat. Da ging es vielleicht um Größeres, hier geht es jetzt also nur noch um Kleinigkeiten.

Ende absehbar

„Zum Beispiel müssen noch die Dehnungsfugen gemacht werden“, sagt Larkin und hockt sich in die brandneue Gosse. Das Schachtgitter des Straßenablaufs muss mit einer dauerelastischen Spezialmasse von den Gossensteinen getrennt werden, damit diese bei großen Temperaturschwankungen und entsprechendem Druckaufbau nicht abplatzen. Auch die Bordsteine erhalten alle 30 Meter eine Dehnungsfuge. Die Kanäle, die bereits von der Kanalinspektionskamera durchfahren wurden, müssen im Bereich der Schächte gereinigt werden. Ebenso die mehr als hundert Straßenabläufe. Der Materiallagerplatz vorm Friedhof muss aufgeräumt und wieder begehbar gemacht werden. Und so weiter, und so weiter.

Vorbereitet für die letzten Asphaltierungsarbeiten an der Fahrbahn ist die rechte Fahrspur Richtung Kleinenbremen. „Die haben wir am Dienstagmorgen abgefräst.“ Der Termin für die Asphaltierung – irgendwann zwischen dem 17. und dem 21. Juli – steht noch nicht exakt fest. „Da hängt ja viel dran“, sagt Larkin. „Vollsperrung für einen Tag mit weiträumiger Ausschilderung, der Bus muss umgeleitet werden, die Asphaltkolonne muss zur Verfügung stehen.“ Das alles zu koordinieren, wird dann eher keine Kleinigkeit, aber das ist ja Larkins Job.

Der Auftraggeber ist zufrieden damit, wie es in Todenmann in den zurückliegendenen Wochen gelaufen ist. „Sehr gut“, sagt Markus Brockmann, Leiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, auf Anfrage am Telefon, „so wie wir uns das vorstellen.“ Seit Beginn der Baustelle in Steinbergen sei in Todenmann zügig gearbeitet worden. Und wann ist Schluss mit der Dauerbaustelle? Brockmann: „Wahrscheinlich werden wir im Juli fertig.“ jan

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