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Ausgezeichnet!

Musikpreis geht nach Rehren Ausgezeichnet!

Die Nachricht erreicht das Duo im fernen Ausland, und sie sorgt sofort für einen medialen Ansturm. Fernsehen, Radio und Printmedien wollen Interviews, jetzt und sofort: Denn Aglika Genova und Liuben Dimitrov aus Rehren erhalten in diesem Jahr den deutschen Musikpreis „Echo Klassik“.

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Quelle: pr.

REHREN. Dem Klavierduo wurde der Klassikpreis in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert)“ verliehen. Ausgezeichnet wurde die CD „Bela Bartok & Victor Babin – Konzerte für zwei Klaviere“ mit dem Symphonieorchester des Bulgarischen Nationalrundfunks unter der Leitung von Yordan Kamdzhalov.

Aglika Genova und Liuben Dimitrov stehen damit auf einer Stufe mit Sir Simon Rattle, Nikolaus Harnoncourt, Anna Netrebko Anne-Sophie Mutter, Claudio Abbado, Jonas Kaufmann oder Lang Lang, die den „Echo Klassik“-Preis ebenfalls erhalten haben.

Das besondere am „Echo“ ist, dass er nicht allein nach den Verkaufszahlen verliehen, sondern von einer Jury vergeben wird, die ihr Urteil auch nach künstlerischer Qualität fällt. Die Vergabe des „Echo Klassik“ spiegelt damit auch die Meinung von Kritikern wider.

Lob ohne Ende

Der Komponist Bela Bartok und die Musiker Genova und Dimitrov, das ist eine künstlerische Liebe, die schon lange besteht. Bereits in ihrer Studienzeit in Hannover seien sie mit dem musikalischen Inhalt des Bartok-Konzertes vertraut gewesen, so Genova. „Sie entfesselt nicht erwartete Kräfte, die uns und die Zuhörer in Bruchteile von Sekunden in einem überirdischen Bann katapultieren und schweben lassen.“

Vom Pianisten und Komponisten Victor Babin sowie dessen Konzert No. 2 haben die beiden Rehrener erstmalig in den USA von der Gründerin des weltgrößten Klavierduo-Wettbewerbs in Miami gehört. Diese kannte Babin persönlich und vertraute Genova und Dimitrov vor ihrem Tod bei ausgedehnten Privatgesprächen ihren sehnlichsten Wunsch an. „Sie wünschte sich, die Zeit zu erleben, wenn dieses wunderschöne Werk von uns auf CD aufgenommen und als ständiger Bestandteil des Konzertrepertoires auf den Bühnen der Welt etabliert wird“, so Dimitrov.

Das dürfte gelungen sein, denn die Kritiker überschlagen sich vor Lob. Eine Hymne folgt der anderen. Während der „American Record Guide“ zu diesem Urteil kommt: „Genova & Dimitrov sind eines der besten Duos in der Welt von heute!“, konstatiert Musikpapst Ingo Harden in der Zeitschrift „Fono Forum“, dass „das international erfolgreiche Duo Genova & Dimitrov seine Aufgaben mit gewohnter Präzision und Brillanz absolviert“.

In den Medien präsent

Da mochte auch das „Orchester-Magazin“ nicht zurückstehen, das es in seiner Rezension über die neue CD des Duos so formuliert: „Genova & Dimitrov mit samtener, unpathetischer Poesie, sanft und weich wie Sommerregentropfen. Vier Pianistenhände nehmen gefangen. Ein beachtliches Durchhaltevermögen an motorischer Prägnanz. Tempo- und Dynamiksteigerungen werden organisch erreicht. Prächtige Klanggebilde bleiben später transparent.“

Und Radio Bremen widmete seine gesamte einstündige Sendung „Nordwestradio in concert: Klassik“ der Präsentation der neuen CD des Duos.

„Ein Klavierduo der Superlative“ schrieb die „Wiener Zeitung“ über die neue CD und zog diese Bilanz: „Genova & Dimitrov: Besser geht’s nicht, als wäre es ein einziger Körper mit vier Armen. Ein Feuerwerk!“

„Ihr müsst ein Duo werden“

Die beiden gehörten zur Klasse des 2011 verstorbenen Wladimir Krainew, der den Ruf Hannovers als Klavier-Hochburg entscheidend mitgeprägte. Wer zu ihm kam, wollte als Solist die Konzert-Podien der Welt erobern. Genau das hatten auch die beiden bulgarischen Studenten Genova und Dimitrov vor. Doch ein Zufall lenkte ihren künstlerischen Weg in eine andere Richtung: Als sie auf ihren Lehrer warten mussten, wärmten sie sich mit dem gleichen Stück auf, und aus reinem Spaß spielten sie die Chopin-Etüde zu zweit: der eine die linke, die andere die rechte Hand. Dann betrat der Lehrer den Raum und war begeistert von der Harmonie des Zusammenspiels. Sein Rat: „Ihr müsst ein Duo werden.“ Und was soll man sagen? Binnen zwei Jahren gewann das Duo die drei wichtigsten Wettbewerbe.

Zurzeit sind die beiden weltweit unterwegs. „Aber selbstverständlich ist unser deutsches Zuhause im Auetal, in Rehren“, schreiben sie in einer Mail an die Redaktion. Darin steht auch, dass sie erst im Oktober wieder daheim anzutreffen sind.

Die feierliche Verleihung des „Echo Klassik“ findet am 29. Oktober in der Elbphilharmonie in Hamburg statt und wird von Thomas Gottschalk moderiert. Der Abend wird ab 22 Uhr im ZDF zu erleben sein. rnk

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