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Bäckerei in Not

Wegen Baustelle in Engern Bäckerei in Not

Hätte Bäckerei Bredow nicht noch drei weitere, gut laufende Filialen, dann wäre es nach eigener Einschätzung in diesem Jahr vielleicht zu Ende gegangen mit dem frischen Brötchenduft in Engern. Die Baustelle und das damit verbundene Parkverbot hat den Familienbetrieb an die Existenzgrundlage gebracht.

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Die problematische Parksituation hat die Traditionsbäckerei in Engern in Schieflage gebracht, sagt Carsten Bredow.

Quelle: tol

ENGERN. „Die Baustelle hat uns wirklich kalt erwischt“, berichtet Carsten Bredow. Nicht der Umleitungsverkehr, sondern die problematische Parksituation sei es, was die Traditionsbäckerei in Engern in Schieflage brachte. „Am Anfang durfte man nicht einmal vor unserer Filiale parken“, so Bredow. Erst nachdem sein Vater Ewald Bredow auf die Stadt zugegangen sei, habe man das absolute Halteverbot zumindest für zwei Stellplätze auf ein eingeschränktes Halteverbot geändert. „Aufgrund der Platzierung der Schilder ist es aber für Ortsunkundige oft trotzdem nicht klar.“

Bis zu 30 Prozent weniger Umsatz

 Daher kamen im vergangenen Jahr auch deutlich weniger Fernfahrer für Kaffee und ein Brötchen in den Laden. „Das ist ein Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent“, eröffnet Bredow. Für einen kleinen Einzelhändler hätte das den Konkurs bedeutet. „Würde die Backarena (Im Industriegebiet Süd, Anm. d. Red.) nicht so gut laufen, das hätten wir kaum ausgleichen können.“

 Dennoch: Auch der Bau der neu eröffneten Backarena muss finanziert werden. „Ich habe die Jahresendrechnung noch nicht“, sagt Bredow auf die Frage, ob denn das Unternehmen insgesamt 2017 schwarze Zahlen schreiben werde, „aber das Gesamtunternehmen hat dadurch schon einen enormen Schlag bekommen.“

Alle Mitarbeiter weiter an Bord

 Zum Glück habe man alle Mitarbeiter halten können, so Bredow. „Und Kurzarbeit haben wir noch nie gemacht.“ Ärgerlich ist für den Unternehmer auch, dass die Kommunikation mit der Stadt nur schleppend funktionierte. „Ich hätte mir gewünscht, dass man aktiv auf uns betroffene Gewerbetreibenden zugeht.“ Zwar sei es schön, dass eine Lösung für die Situation mit den Parkplätzen gefunden wurde – „aber das hätte man ja auch im Vorhinein planen können.“

 Gerade für ihn als Bäcker sei es schwierig, an irgendwelchen informellen Kreisen teilzunehmen – „ich stehe ja sieben Tage die Woche in der Backstube“. jak

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