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Basis will Teich nicht im Vorstand

Rolfshagen / Förderverein Basis will Teich nicht im Vorstand

Mit einer krachenden Abstimmungsniederlage für Ortsbürgermeister Rüdiger Teich endeten die Vorstandswahlen im Förderverein „Rolfshagen Aktiv“: In einer geheimen Stichwahl verlor Teich. Von den fünf Kandidaten für die vier zu besetzenden Posten der Beisitzer erhielt er die mit Abstand wenigsten Stimmen. 

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Noch immer ein Problem: Der „Rentnerweg“ steht auch in diesem Jahr ganz oben auf der Liste der von „Rolfshagen Aktiv“ zu erledigenden Aufgaben. 

Quelle: rnk

Rolfshagen. Rolfshagen (rnk).  Mehr Nähe zur Basis – damit hatte Teich laut Hans-Peter Solasse als Vorsitzender des Fördervereins den schriftlich eingereichten Antrag begründet, der offenkundig zu einer Zeit beim Vorstand eintraf, als nach mühseliger Suche für alle Ämter schon Kandidaten gefunden waren. Damit kandidierten bei der Versammlung neben Teich noch Stephan Krömer, Doris Leder, Christoph Schultz und Uwe Spieker. Das Ergebnis nach der geheimen Wahl, in der jeder bis zu vier Namen aufschreiben durfte: Jeweils 21 bis 23 Stimmen für das vom Vorstand vorgeschlagene Quartett, ganze sechs Stimmen für den Ortsbürgermeister – viel deutlicher kann eine Basis nicht Nein sagen.

 Besonders bitter für den Ur-Rolfshäger Teich: Uwe Spieker ist erst vor sechs Jahren in den Ort gezogen, Christoph Schultz erst vergangenes Jahr.

 Der Wechsel an der Spitze des Vereins erfolgte mit der sprichwörtlichen Träne im Knopfloch: Solasse trat vom Amt des Vorsitzenden zurück, damit endet nach zehn Jahren eine Ära. Solasse hatte dem Förderverein von Beginn an vorgestanden, auch er ein Zugezogener, der überzeugte, weil er anpacken und organisieren konnte: Von der Grillhütte, der Boulebahn, dem neuen Toilettenhaus (das eigentlich für einen Verein wie „Rolfshagen Aktiv“ eine Nummer zu groß war, wie es später Siegbert Held formulierte), über die Dorfchronik und den Gedenkstein zur 700-Jahr-Feier bis hin zur regelmäßigen Teilnahme am Weihnachtsmarkt – Solasse hat Spuren hinterlassen in einem Ort mit 1792 Einwohnern und 207 Straßenlampen. Nur eines schafften Solasse und sein Team nicht: Den Rundwanderweg anzulegen, denn auf dem „Rentnerweg“ wurde durch ein Unwetter „die Arbeit von Jahren“ (Solasse) kaputtgemacht. Da könne man machen, was man wolle, gegen die Natur komme man nicht an. Aber der „Rentnerweg“ bleibt auf der Prioritätenliste der abzuarbeitenden Ziele ganz oben, sonst, so Solasse, wäre diese Arbeit umsonst gewesen. Nach zehn Jahren an der Spitze des Vereins sei es Zeit für neue Gesichter, neue Sichtweisen, neues Denken, hatte Solasse seinen Abschied begründet. Man solle nicht zu lange an einem Sessel kleben. Dass sich der Verein schwergetan hatte, geeignete Kandidaten für die Vorstandsposten zu finden, zog sich wie ein roter Faden durch alle Reden, zumal sich der neue Vorstand breiter aufstellen möchte. Künftig gibt es mit Karsten Kiesow und Jens Möller zwei Stellvertreter, da einige Vorstandsmitglieder beruflich eingespannt sind, zuweilen auch im Ausland arbeiten. Neuer Vorsitzender wurde Siegbert Held, das Ergebnis fiel einstimmig aus. Erster Arbeitseinsatz ist am Sonnabend, 17. März: Dann wird das Rotgemisch der Boulebahn ausgetauscht.

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