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Besser geht nicht

Irish-Folk-Festival Besser geht nicht

Beim 19. Irish-Folk-Festival in Möllenbeck hat einfach alles gepasst. Die Massen pilgerten am frühen Abend, bepackt mit Decken, Klappstühlen und jeder Menge guter Laune, zum Kloster.

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Von Beginn an herrscht im Klosterinnenhof beste Stimmung. „Dhalia’s Lane“ begeistert mit stillen Balladen und mitreißenden Tänzen.

Quelle: la

Möllenbeck. Der laue Sommerabend lud regelrecht ein zu Musik aus Irland und Schottland zwischen Klostermauern. Von Beginn an war die Stimmung bestens. Allerdings herrschte auch etwas Skepsis. Bayerische Jungs und ein Mädel, die Musik von der Grünen Insel machen – konnte das klappen? Die bayerischen Iren von „Tir Nan Og“ zeigten, dass das geht, und zwar richtig gut. Sie rissen das Publikum mit, begeisterten mit typischen irischen Trink- und Liebesliedern sowie rockigen Beats und waren auch nach zweieinhalb Stunden energiegeladener Show noch in Höchstform.

"Die machen einfach klasse Musik"

„Es klingt schon etwas komisch, wenn ein Klassiker wie ,Rocky Road to Dublin’ mit bayerischem Dialekt angekündigt und erklärt wird, aber die machen einfach klasse Musik“, stellte ein Besucher fest. Beim Singen der irischen Texte sei vom Dialekt auch nichts mehr zu hören.

„Tir Nan Og“ heiße sinngemäß übersetzt „Das Land der ewigen Jugend“ hatte Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer zuvor erklärt und sich bei den zahlreichen Sponsoren bedankt, die dafür sorgen, dass das Festival seit 19 Jahren eintrittsfrei ist. Das ist wohl mit ein Grund, warum das Irish-Folk-Festival ein so beliebtes Ereignis – auch bei Familien – ist.

Vor allem am frühen Abend waren noch viele Eltern mit ihren Kindern im Kloster anzutreffen. „Wir genießen hier die tolle Musik, die klasse Atmosphäre – und draußen gibt es so viele Stände mit leckerem Essen, da werden wir gleich unser Abendessen aussuchen. Die Kinder dürfen heute ruhig mal etwas länger auf bleiben. Es ist ja Samstag“, erzählt Beate Meierdorf, die mit Mann und Kindern aus dem benachbarten Kalletal nach Möllenbeck gekommen war.

Mitreißende Tänze und traumhafte Balladen

Auf der Bühne sang Berk Demiray gerade die Hymne der Stadt Dublin, „Molly Malone“. Die traurige Geschichte erzählt das Leid der schönen Dubliner Fischerverkäuferin, die an einem seltenen Fieber stirbt. Die Musiker von „Dhalia’s Lane“, die zum Auftakt des Festivals mitreißende Tänze und traumhafte Balladen zum Besten gaben, stimmten das Publikum bestens ein auf den folgenden Konzerthöhepunkt mit den bayerischen Iren.

Auch wenn eingefleischten Irish-Folk-Fans so mancher Klassiker im Programm fehlte, überzeugte „Tir Nan Og“. Die Mischung aus traditionellen irischen Songs und Eigenkompositionen stimmte. Teufelsgeiger Matze mischte das Publikum immer wieder auf, indem er die Bühne verließ und sich unter das tanzende Volk mischte.

Ella, das einzige weibliche Bandmitglied, war nicht nur ein Hingucker, sie präsentierte sich als musikalisches Multitalent. Mit flinken Fingern spielte sie die Tin Whistle und ließ sich gern auf ein musikalisches „Duell“ mit der Fiddle ein, sang und spielte Harmonium. Leadsänger Robert forderte das Publikum immer wieder zum Mitklatschen und -singen auf und heizte so die Stimmung mehr und mehr an.

Ohne Pause unterhielten die bayerischen Musiker, die ganz sicher irische Wurzeln haben müssen, den diesmal recht großen, harten Kern der Fans, bis eine halbe Stunde nach Mitternacht. Selbstverständlich durften sie auch erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen. la

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