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Besuch bei "kleinen Füchsen"

Waldkindergarten lädt ein Besuch bei "kleinen Füchsen"

Es ist ein schöner kleiner Spaziergang in den Kathrinhäger Pfarrwald. Und selbst derjenige, der sich dort nicht auskennt, der findet das Gelände des Auetaler Waldkindergartens auf Anhieb. Zum Tag der offenen Tür mit Waldfest fanden viele Interessierte den Weg zu den „Kleinen Füchsen“.

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Das Spinnennetz aus elastischen Seilen lockt die Kinder zum Klettern.

Quelle: la

KATHRINHAGEN. Der schicke Bauwagen ist schon von Weitem zu sehen, die zwischen den Bäumen platzierten Spielgeräte fallen auf. Leiterin Sylke Müller und ihre Kollegin Gabriele Franz hatten zu dem Tag eingeladen.  „Wir haben hier unter besten Bedingungen begonnen, und zwar schon oder erst vor drei Monaten“, stellte Müller fest. „Aus unserer fixen Idee ist in sehr kurzer Zeit ein Waldkindergarten entstanden.“ Der Wald sei optimal. „Wir unternehmen täglich Exkursionen, finden dabei schöne Plätze, die Namen bekommen und die die Kinder auch tatsächlich nach kurzer Zeit wiederfinden“, erzählte Müller. Die „Wurzel im Feenland“ sei zum Beispiel ein solcher perfekter Platz zum Spielen. „Es ist toll, was hier in erst drei Monaten entstanden ist. Und wir wundern uns immer wieder, dass schon drei Monate vergangen sind“, so die Kiga-Leiterin. Um 12 Uhr seien sie häufig völlig überrascht, dass der Vormittag bereits um ist.

Vorzeigeprojekt

 „Der Waldkindergarten ist kein Lückenbüßer, sondern ein Vorzeigeprojekt. Die Gemeinde steht voll dahinter und wird alles tun, um für optimale Bedingungen zu sorgen“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski. Die „kleinen Füchse“ würden das Betreuungsangebot im Auetal abrunden. Alexander Schmidt und Jürgen Menke von der WGA überreichten den Erzieherinnen wasserdichte Decken und ein Jenga-Spiel zur Eröffnung der Einrichtung. „Wir wollen, dass sich die Kinder wohlfühlen, denn das ist das Wichtigste.“

 Rüdiger Teich (SPD) zeigte sich beeindruckt von dem Engagement, mit dem die beiden Erzieherinnen „den Waldkindergarten leben“, und überreichte ein Geldgeschenk. „Das ist hier genau der richtige Platz für die Kinder. Hier können Baumstämme zu Piratenschiffen werden, Tannenzapfen zu Gold und Äste zu Schwertern“, stellte Anke Schmidt (Grüne) fest. Sie hatte für die „kleinen Entdecker“ Becherlupen mitgebracht.

Rückzugsort Bauwagen

 Im Anschluss an den offiziellen Teil trudelten nach und nach die Kinder mit ihren Eltern ein und auch viele interessierte Familien. Während die Kleinen die unterschiedlichen Spielmöglichkeiten – vom Klettern im „Spinnennetz“ über das Schaukeln im „Vogelnest“ bis zum Balancieren über eine Slackline – austesteten, informierten sich die Erwachsenen über das Angebot. Ein Höhepunkt war der Bauwagen, der zur Aufenthalts- und Rückzugmöglichkeit ausgebaut wurde. „Wir haben jetzt auch eine Toilette, eine Bio-Kompost-Toilette. Und darauf sitzt man wie auf einem Thron“, erzählte Müller. Die Kinder seien davon so begeistert gewesen, dass sie an den ersten Tagen gefühlte 20-mal „Pipi“ mussten.

 „Es ist einfach toll, und ich hoffe sehr, dass unsere Emma hier einen Platz bekommt. Angemeldet haben wir sie schon, aber bislang steht sie für 2019 auf der Warteliste“, sagte Stefanie Kautscha. Bei Leckereien vom Büfett, für das die Eltern gesorgt hatten, und Stockbrot vom Lagerfeuer tauschten sich die Eltern aus, während sich die Kinder im Wald nach Herzenslust austobten.  la

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