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Betrügerische Haustürgeschäfte?

Rehren Betrügerische Haustürgeschäfte?

Viele Bürger der Gemeinde Auetal haben in den vergangenen Tagen bei der Polizei nachgefragt. Und ihre Frage war stets die gleiche: Sie seien von einem angeblichen Versicherungsvertreter angerufen worden, der wegen der sich ändernde Pflegesätze einen Termin mit ihnen vereinbaren wollte.

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Auf das schnelle Geschäft an der Haustür hoffen Betrüger oftmals bei älteren Menschen. 

Quelle: dpa

Rehren. Die Frage der Bürger: Steckt hinter den Anrufen eine Betrugsmasche?

Das kann, um es vorweg zu sagen, auch die Polizei nicht sagen. Aber Kriminalhauptkommissar Andreas Wichmann von der Dienststelle Rehren hat sich mal sachkundig gemacht und schnell herausgefunden, dass sich in diesem Jahr bei der Pflegeversicherung nichts ändert.

Nun will auch die Polizei einem ehrlichen Versicherungsvertreter nicht das Geschäft vermasseln, aber eine gesunde Skepsis sei immer angebracht, meint Wichmann: nicht nur, weil Haustürgeschäfte nicht immer astrein sind, um es vorsichtig zu formulieren, sondern weil man aufpassen sollte, wen man denn überhaupt in seine Wohnung lasse. Soll heißen: Es sei nicht verboten, per Telefon als Versicherungsvertreter potenzielle Kundschaft anzurufen, ganz im Gegenteil, das ist legal und erlaubt, so Wichmann. „Aber die Polizei will den Bürger sensibilisieren.“ Wer mit einem Versicherungsvertreter reden möchte, der könne das gerne tun, aber man solle sich zumindest ein Dokument zeigen lassen, einen Dienst- oder Personalausweis.

Generell, so lobt Wichmann, sei es aber gut und richtig, dass die Bürger bei der Polizei nachfragen würden: „Lieber fünfmal zu viel als einmal zu wenig.“

Wilfried Korte, Leiter der Polizei Rinteln, erklärt dazu, dass man als Bürger immer dann sehr misstrauisch sein sollte, wenn ein potenzieller Versicherungsagent am Telefon behauptet, „er arbeite mit örtlichen Präventionsräten oder Seniorenvertretungen zusammen“ – oder der „Seniorenbeirat vom Auetal ist unser Kooperationspartner“. Solche Behauptungen sollen meistens nur Seriosität vorgaukeln, sagt Korte. Es stecke aber nichts dahinter - außer einer frechen „Finte“.

Anrufen sollte man als Bürger, wenn man verdächtige Personen in der Nachbarschaft bemerke. In dieser Woche wurden am Dienstag in Bernsen drei Frauen gesehen, die dort an den Türen rüttelten und klingelten. Als ihnen einmal die Tür geöffnet wurde, sollen sie geflüchtet sein. Die Polizei hat dort nach der Frauengruppe gesucht, sie aber in der Dunkelheit nicht gefunden. Daher die Bitte der Ordnungshüter: Ein notiertes Autokennzeichen sei immer eine große Hilfe, und auch eine Personenbeschreibung könnte später hilfreich sein. Allein ein Hinweis auf dunkle Kleidung helfe nicht weiter.

Wie man sich bei Anrufen verhalten sollte, kann Hauptkommissar Wichmann schnell erklären: Gar nicht erst auf lästige Werbeanrufe eingehen und einfach den Hörer auflegen. Wer unerlaubte Werbeanrufe erhält, sollte sich Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufs sowie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufers notieren. Und: Am Telefon abgeschlossene Verträge sind gültig. Wer also eine Auftragsbestätigung erhält, obwohl man lediglich der Zusendung von Informationsmaterial zugestimmt habe, sollte umgehend widerrufen, und zwar schriftlich, am besten per Einschreiben.

Und natürlich sollte man bei jedem Vertragsabschluss nur die dazu notwendigen Daten angeben, so Wichmann. Und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, niemals die eigene Kontonummer preiszugeben, wenn man den Gesprächspartner nicht kennt. Allerdings kann jede Polizeidienststelle von Fällen berichten, wo genau dies passiert ist. rnk

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