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Blickfang für das Klostermuseum

Möllenbeck Blickfang für das Klostermuseum

Man erkennt die ehemalige Räucherkammer, davor vielleicht Lateinschule, im Kloster Möllenbeck nicht wieder. Die Restauratorinnen um Elke Schlöder haben hinter dem ergrauten Kalkputz Schriften und Bilder freigelegt, die einmal der Blickfang im dort geplanten Klostermuseum sein dürften.

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Jesus über dem himmlischen Jerusalem mit Kirchen, einer Rundmoschee und Klostertürmen.

Möllenbeck. Die Arbeit steht vor dem Abschluss, und plötzlich gibt es noch eine kleine Sensation: Hinter einer jahrhundertelang zugemauerten Nische fand sich noch ein neues Bild – vermutlich besonders gut erhalten, denn es war nur von einer Kalkputzschicht bedeckt und durch Ziegelsteine geschützt.

„So eine schöne Arbeit habe ich in meinen 37 Jahren als Restauratorin noch nicht gehabt“, sagt Schlöder zufrieden. „Das ist auch gut für meine Referenzmappe.“ Sie hat mit ihren Kolleginnen die Bilder nicht nur freigelegt, sondern rekonstruiert und nachretuschiert, damit sich alles dem Betrachter besser erschließt. Und dieser muss nicht unbedingt Latein können, um sich an der Pracht zu erfreuen. Die Schriften werden noch von der Inschriftenkommission der Universität Göttingen erfasst und ausgewertet. Schlöder wird später noch eine bildreiche Dokumentation der Arbeit an Pastor Roland Trompeter liefern.

Und es gab weitere Überraschungen: Auf dem Bild von Jesus über dem himmlischen Jerusalem tauchte links ein Mann mit schwarzem Umhang und weißem Rauschebart hinter einer Art Netz auf. Am Fuß des Kreuzes liegt ein Schädel, ein Hinweis auf den Kreuzigungsort Golgatha (Schädelstätte). Unter den Türmen von Jerusalem im Hintergrund sind zwei, die aussehen wie die vom Kloster Möllenbeck: Zufall oder Inspiration für den Maler?

Links vor der Nische weisen auf dem zweiten Bild der Prophet Jesaja und Johannes der Täufer einen nackten Sünder auf den Gekreuzigten im rechten Bild hin, der die Sünden der Welt auf sich genommen hat. Auf der Fensterseite des Raumes ist ein Mann abgebildet, der Judocus Srukenius hieß und die Eulenburg in Rinteln baute. Er war ein Prior des Klosters.dil

Restauratorin Elke Schlöder vor dem Überraschungsfund: Hinter einer zuvor zugemauerten Nische stößt sie auf gut erhaltene Bilder, die von einer Kalkschicht bedeckt waren. dil

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