Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
CDU-Plan stößt auf Kritik

Ortsbürgermeister Horn ist gegen Zusammenführung CDU-Plan stößt auf Kritik

Auf wenig Gegenliebe stößt der jüngste Vorschlag der CDU für die Grundschule Steinbergen (wir berichteten) bei Dieter Horn.

Voriger Artikel
Sanierung der Kreisstraße: 2017 soll es losgehen
Nächster Artikel
Baggerfahrer eingeklemmt

Die Grundschule in Steinbergen steht auch in den Ferien zur Debatte.

Quelle: tol

ENGERN/STEINBERGEN/DECKBERGEN. Horn ist seines Zeichens nicht nur Mitglied der SPD, sondern auch Ortsbürgermeister von Engern, Ahe und Kohlenstädt. Also eben jenen Ortschaften, die im Falle einer Umsetzung der CDU-Pläne besonders betroffen sein würden. Horn hält das Vorhaben der CDU für „unüberlegt“.

Die CDU hatte Ende vergangener Woche in einer Pressenotiz vorgeschlagen, die Stadt Rinteln möge die Schulbezirke abändern, um auf diese Weise wieder mehr Schüler für die Grundschule Steinbergen zu gewinnen. Davon wären wohl vor allem Schüler aus Engern, Ahe und Kohlenstädt betroffen, die dann aus ihren Klassenverbänden in Deckbergen nach Steinbergen versetzt werden würden.

Betroffene Eltern stärken den Rücken

Für Horn ist diese „Argumentation, die auf Kosten des Kindeswohls“ vorgetragen werde, „wider jeden pädagogischen Sachverstand“. Zwar könne er als Ortsbürgermeister den Einsatz für den Erhalt des Schulstandortes Steinbergen durchaus nachvollziehen, „aber der Schulstandort Deckbergen ist für viele Eltern in Engern und Ahe attraktiver“, befindet Horn. Nach eigenem Bekunden wisse er bei diesem Thema viele betroffene Eltern aus seinen Ortsteilen und auch aus Steinbergen sowie die anderen Ortsratsmitglieder hinter sich.

Horn hält darüber hinaus den Ablauf des CDU-Plans für „völlig unklar“. Von einem ständigen „Zerreißen der Klassenverbände“, das der Umsetzung des Plans wohl folgen würde, halte er nichts. „Kinder für den Erhalt von Klassen zusammenzukarren – das ist nicht okay.“

Entscheidung liegt beim Rat der Stadt

Allein höhere Schülerzahlen könnten jedoch den Fortbestand der Grundschule Steinbergen rechtfertigen. Zuletzt zeichnete sich jedoch ab, dass es derzeit eben nicht mehr ausreichend Pennäler in Steinbegen gibt – von der Schwierigkeit, die Kinder in derart kleinen Klassenverbänden angemessen zu betreuen, mal abgesehen.

Deshalb entschloss sich Schulleiterin Claudia Buschke im Einvernehmen mit dem Schulelternrat dazu, den Standort Steinbergen für zunächst ein Schuljahr aufzugeben. Die verbliebenen Schüler aus Steinbergen werden dafür in der Grundschule Deckbergen unterrichtet, zu der die Steinberger Grundschule als Außenstelle ohnehin gehört.

Dass in dieser Sache zunächst pädagogisch und erst in danach politisch entschieden wird, liegt daran, dass die Stadt als Träger nicht für pädagogische Inhalte, sondern für die Organisation verantwortlich ist. Die Entscheidung vor Ort liegt am Ende beim Rat der Stadt. Die Entscheidungshoheit liegt letztlich jedoch beim Kultusministerium. Dort muss man sich dann mit dem Ratsbeschluss auseinandersetzen. In der jüngsten Ratssitzung hat Bürgermeister Thomas Priemer angekündigt, das Thema nach der Kommunalwahl im neu zusammengesetzten Rat erneut aufzugreifen. pk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg