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Chaos mit Ansage

Dauerbaustelle Chaos mit Ansage

Die Kröte muss Rinteln wohl schlucken: Fast ein Jahr lang wird die Kreuzung in Steinbergen zwischen B238, B83 und L442 zu einer Dauerbaustelle. Zahlreiche Verkehrsunfälle und regelmäßiger Rückstau durch den gesamten Ort machte den Bau einer zweiten Linksabbiegerspur in Richtung Bückeburg notwendig.

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Wer hier in Richtung Bückeburg abbiegen will, muss oft warten. Mit einer zweiten Abbiegerspur soll sich das ändern.

Quelle: tol

Steinbergen. Darin sind sich alle Verantwortlichen einig. „Natürlich wird das kurzfristig wieder eine erhebliche Beeinträchtigung“, sagt Bürgermeister Thomas Priemer, „aber wir Rintelner sollten uns freuen, dass eine Baustelle diese Situation verbessert.“

Am liebsten hätte Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, unter Vollsperrung gearbeitet. „Aber das geht ja nicht.“ Für die beiden stark befahrenen Bundesstraßen existiere einfach keine geeignete Umleitung. Daher werde nun „unter Verkehr“ gebaut. Doch auch wenn die Kreuzung befahrbar bleibt, um Probleme wird die Region wohl nicht herumkommen. „Der Verkehr lässt sich ja nicht wegzaubern.“

Versammlungen noch in diesem Jahr

Und wenn der Verkehr bei einer teilweise gesperrten Kreuzung nicht vorwärtskomme, dann sucht er sich andere Wege. Insbesondere Engern und Westendorf dürften dabei zusätzlich belastet werden. Daher will Brockmann die Bürger und Ortsräte beider Ortsteile – genauso wie die Steinberger – schon früh über die Baustelle informieren. Erste Versammlungen sollen noch in diesem Jahr stattfinden.

Im Kern soll die Baustelle die Verkehrsströme an der Kreuzung entwirren. Die zweite Linksabbiegerspur soll den Rückstau verringern, eine veränderte Ampelführung Abbieger und Geradeausfahrer trennen. „Das verringert auch das Unfallrisiko“, so Brockmann.

Ungewöhnlich sei an der Baustelle, dass man sich entschieden habe, auf Beton statt Asphalt zu setzen. „Das machen wir normalerweise nur bei Autobahnen.“ Doch die schweren, auf der Steigung anfahrenden Lastwagen seien eine große Belastung für den Belag. Brockmann hofft, dass der Beton sich als langlebiger herausstellt als die bisherige Asphaltlösung.

Keine Vertragsstrafen möglich

Bis Ende des Jahres 2017 soll die Kreuzung in Steinbergen fertiggestellt sein, sagt Brockmann: „Das ist uns wichtig.“ Er habe auch extra prüfen lassen, ob es möglich sei, Vertragsstrafen wegen Verzögerungen zum Teil der Ausschreibung zu machen. „Das geht leider nicht.“ Daher habe die Straßenbaubehörde wie auch bei der Dauerbaustelle in Todenmann kaum Möglichkeiten, gegen langwierige Verzögerungen vorzugehen.

Allerdings ist Brockmann optimistisch, dass die Baustelle zeitgerecht fertiggestellt wird. „Die Probleme der Ortsdurchfahrt haben wir hier nicht.“ Die Behörde kenne alle Rohre und Leitungen unter der Kreuzung. „Es sollte keine Überraschungen geben.“ Ausschließen könne man Verzögerungen aber wie bei jeder Baustelle nicht. Die Todenmanner könnten ein Lied davon singen.  jak

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