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Da wird die Nacht zum Tage

Hattendorf Da wird die Nacht zum Tage

Als 15-Jähriger ist Helmut Meier in die Hattendorfer Feuerwehr aufgenommen worden. Damals, 1955, diente „als Gerätehaus das alte Spritzenhaus in der Straße Im Kloster hinter der Kirchmauer, das auch als Gefängnis diente“, erinnerte Meier während der Feierstunde zum 85. Geburtstag der Ortsfeuerwehr, die von Freitag bis Sonntag gefeiert wurde.

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Bestens gelaunt wird beim Hattendorfer Oktoberfest geschunkelt, geklatscht und mitgesungen.

Quelle: la

Hattendorf. Heute gehört die Ortsfeuerwehr zu den aktivsten in der Gemeinde Auetal. 35 Aktive, davon zehn Frauen, 24 Jugendliche und fünf Kinder sind in den diversen Gruppen aktiv, und acht Mitglieder gehören der Altersabteilung an. „Doch was bedeuten diese Zahlen?“, fragte Ortsbrandmeister Lars Weber und gab die Antwort selbst. „Sie bedeuten zum einen sicherlich, dass wir uns momentan keine Gedanken um das Fortbestehen unserer Wehr machen müssen, sondern ganz im Gegenteil: Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir Technik und die hohe Anzahl von Personen im Gerätehaus vernünftig unterbringen können und wie wir die Einsatzkräfte und unsere Jugendlichen sicher transportieren.“

Diese Zahlen würden aber auch bedeuten, dass in den vergangenen 85 Jahren hervorragende Arbeit in Hattendorf geleistet wurde. Damit dankte Weber seinen Vorgängern als Ortsbrandmeister.

Die „starke und zuverlässige Hattendorfer Wehr“ und die „vorbildliche Jugendarbeit“ lobten auch Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Peter und Bürgermeister Heinz Kraschewski. „Ihr seid eine mitgliederstarke Ortswehr mit sehr niedrigem Altersdurchschnitt, und das kommt durch die hervorragende Jugendarbeit“, so Peter.

Im Anschluss an die offizielle Feierstunde wurde im Festzelt eine zünftige Wiesn-Party gefeiert, denn das Geburtstagsfest stand unter dem Motto „Blau, weiß, bayerisch“. Die Feuerwehr-Partycrew heizte den Feiernden bis zum frühen Morgen ein.

Viel Schlaf gab es für die Organisatoren des Festes nicht, denn schon gegen 11 Uhr traf man sich zum Umbau im Festzelt wieder. Am Abend wurde nämlich das erste Hattendorfer Oktoberfest im Festzelt gefeiert. „O’zapft is“, verkündete Weber um 19 Uhr. Das große Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Schützenkapelle Kathrinhagen sorgte für die ersten „Plattler“. Nach einem bayrischen Oktoberfestbüfett war Bewegung angesagt. Bestens gelaunt wurde geschunkelt, geklatscht und mitgesungen und schon gegen 21 Uhr standen die Feiernden – übrigens fast alle in Dirndl und Lederhosen – auf den Bänken und Tischen und stießen mit den Maßkrügen an. Die Schützenkapelle Kathrinhagen war einmal mehr der „Stimmungs-Bringer“.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgten die Step-Aerobic-Damen des SV Hattendorf. In feschen Dirndln mit Bierkrügen in der Hand und ihren Stepbrettern unterm Arm zogen sie ins Festzelt ein. Im Mittelgang, der Platz war schließlich knapp, legten sie flotte Gymnastik-Tänze hin und prosteten den Feiernden immer wieder zu. Die Stimmung kochte! „Ein Prosit, ein Prosit, der Gemütlichkeit!“, klang bis morgens um 7 Uhr aus dem Festzelt, und da um 11 Uhr bereits das Katerfrühstück begann, sahen zahlreiche Hattendorfer in dieser Nacht ihr Bett überhaupt nicht, sondern begnügten sich mit einer Dusche und frischer Kleidung. Schließlich musste auch noch aufgeräumt werden, bevor das Katerfrühstück beginnen konnte.

Zu den Gästen am Sonntagmorgen gehörten auch einige Treckerfahrer, die mit ihren Oldies nach Hattendorf gekommen waren. Rund 30 schicke Deutz- und Hanomag-Modelle, nur wenig jünger übrigens als die Hattendorfer Feuerwehr, konnten bestaunt werden. Der absolute Hingucker war ein Humboldt-Deutz MTZ 320 aus dem Jahr 1934: Der Schlepper von Ernst Ramme aus Reinsdorf wurde damals als Antrieb für ein Sägewerk und als Dreschmaschine genutzt. la

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