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Damit ist selbst Bios nicht einverstanden

Ortsumgehung Steinbergen Damit ist selbst Bios nicht einverstanden

Die in der Zeitung veröffentlichte Trassenführung der Umgehungsstraße der B83 aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 hat viele Steinberger aufgeschreckt.

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Die Highland Cattles auf der Wiese hinter der Bergstraße bewahren die Ruhe, während zahlreiche Bewohner sich Sorgen um die Ruhe machen. peb

Steinbergen. Die Anwohner der Straßen Bergstraße, Am Weinberg, Am Dröhnen, In der Rehr, Am Kehlbrink, An der Hirschkuppe, Am Berghang und Sonnenbrink füllten den Veranstaltungsraum im Gemeindehaus und forderten die „Bürgerinitiative Ortsumgehungen Steinbergen“ (Bios) bei ihrer jüngsten Versammlung auf, klar Stellung zu beziehen und sich gegen die Trassenführung auszusprechen.

 Bios-Teamsprecher Jens Wienecke erläuterte den Anwesenden noch einmal, warum sich die Initiative gegründet hat. „Das Ziel von Bios ist es, die Verkehrsströme des Durchgangsverkehrs der B83 und B238 aus dem Ort Steinbergen zu verlegen und damit für alle Bürger Steinbergens einen lebenswerteren, in sich geschlosseneren Ort zu erreichen.“ Bios setze sich mit ihrem Wirken für die „Zukunft des Ortes Steinbergen als Ortsteil des attraktiven Wirtschafts- und Touristikstandortes Rinteln ein“.

 Mit der Gründung im Jahr 2014 nach der Verkehrszählung auf der Steinberger Kreuzung war klar, dass sich Bios für das Dorf verstärkt einsetzen müsse. „Den schon damals beschriebenen Kreuzungsausbau zur Erhöhung des Verkehrsflusses im Ort lehnen wir ab. Wir sprechen uns für ein beschleunigtes Verfahren zur Beseitigung des regionalen Engpasses aus. Wir sind dafür, im Dialog mit Politik und Verwaltung und den Betroffenen eine optimale Lösung zu finden. Nicht Nein sagen, sondern positiv mitgestalten – das ist unser Wunsch und Anspruch.“

 Wienecke machte den Anwesenden unmissverständlich klar, dass eine Trassenführung, wie in der Zeitung abgebildet, auch für die Initiative nicht infrage kommt. „Bios ist klar dafür, dass der Bundesstraßen-Durchgangsverkehr aus der Ortslage verlegt werden wird, damit eine Einheit des über Jahre zerschnittenen Ortes wiederhergestellt werden kann.“ Dazu müsse auch der Landschaftspark Arensburg zählen. „Deshalb fordern wir, dass auch in unmittelbarer Ortsrandlage oberirdisch keine Verkehrsbaumaßnahmen für Bundesstraßen erfolgen. Denkbar wären Tunnellösungen sowohl im Bereich der B83 als auch der B238.“

 Als Beispiel führte Wienecke die Umgehungsstraße der Stadt Lügde zwischen Hameln und Blomberg im Kreis Lippe an. Das Besondere der rund vier Kilometer langen Ortsumgehung ist ein 500 Meter langer Tunnel, der unter der Bebauung durchführt. „Wo gestern Autos und Lastwagen rollten, gibt es heute Begegnungsstätten für Alt und Jung sowie Grünanlagen. 33 Millionen Euro hat die Lösung gekostet und wurde in einer Rekordzeit von zehn Jahren realisiert.“ Neuesten Erkenntnissen zufolge gibt es jetzt dort 65 Prozent weniger Autos und 80 Prozent weniger Lastwagen im Ortskern.

 „Viele weitere Optionen müssen in der nächsten Zeit in Machbarkeitsstudien vertieft und technisch und kostenseitig bewertet werden“, so Wienecke. „Auch die Ortskerne von Deckbergen und Engern könnten von neuen Lösungen profitieren.“

 Wer sich über Strecken-Varianten, die Bios schon im vergangenen Jahr erarbeitet hat, informieren möchte, kann dies im Internet unter www.biosteinbergen.de – Downloads – Ortsratssitzung tun.

 BIOS trifft sich donnerstags ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus. peb

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