Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Das Erntefest verbindet

Hohenrode im Ausnahmezustand Das Erntefest verbindet

Vermutlich sind die Hohenroder einmal in einen Kessel mit Zaubertrank gefallen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sich ihre Erntefeste immer gelungen anfühlen.

Voriger Artikel
Wieder Deutscher Meister
Nächster Artikel
Kleines Dorf– großes Fest

Ein Hingucker: Der Bogentanz der Hohenroder Mädchen.

Quelle: cm

Hohenrode. Ganz egal, ob die Sonne scheint und entsprechend auch die Menschen strömen oder ob es – wie in diesem Jahr – schauerliches Schauerwetter gibt, das das Publikum verprellt: Das Erntefest hat trotzdem Ausstrahlung.

 Vielleicht liegt es an den Wagen. Acht dieser festlich geschmückten Exemplare bildeten auch dieses Jahr wieder den traditionellen Ernteumzug. Und jedem sah man an: Dort haben sich Menschen für viele Stunden zusammengetan und in geduldiger Handarbeit für das schmucke Aussehen gesorgt.

 Oder liegt es an den Tanzgruppen? Obwohl zum Teil in die Jahre gekommen, sieht man ihnen die Freude am Tanzen immer noch an, und mit ihren Trachten halten sie Erinnerungen wach an Zeiten, wo noch das ganze Dorf zu volkstümlicher Musik gemeinsam tanzte.

 Möglicherweise sind es auch die Bogentanz-Mädchen, die für den Zauber verantwortlich sind. Generationen von Hohenroder Mädchen haben diesem zeitlosen Tanz für eine Weile ihr Gesicht verliehen. Und wenn man die begeisterten Blicke der jüngsten Zuschauer sieht, weiß man schon: Am Nachwuchs wird es wohl nicht mangeln.

 Ohne die Schlingborner Musikanten ist so ein Hohenroder Erntefest natürlich auch überhaupt nicht denkbar. Sie sorgen souverän für feierliches Einmarschieren, führen den Umzug musikalisch an und geben mit ihren Livemelodien manchem Volkstanz erst die rechte Ursprünglichkeit.

 Dass sich auch jedes Jahr wieder ein neues Paar für das Amt des Erntekönigs und der Erntekönigin findet, ist auch so ein Hohenroder Wunder. Dieses Jahr trugen Bianca und Klaus-Dieter Berning die Verantwortung. „In erster Linie muss man als Königspaar das Dorf repräsentieren“, berichtet Berning, der den Hohenrodern als Taubenzüchter wohlbekannt ist. „Wir haben die Feste der umliegenden Dörfer besucht und waren persönlich bei allen Gruppen und Vereinen, um zu unserem Erntefest einzuladen. Als Königspaar kommt man ganz schön herum.“

 Viel Arbeit aber auch viel Spaß habe man mit dem Schmücken des Königswagens gehabt. „So schwer ist das nicht. Das kann man schnell lernen“, macht Berning auch potenziellen Nachfolgern Mut.

 Wenn man das Hohenroder Fest besucht, kann man sich bestens vorstellen, wie das Dorf bei der Vorbereitung gesummt und gebrummt haben muss. Tanz, Musik, Gesang und traditionelles Erntewagenschmücken an allen Ecken und Enden. „Gemeinsames Tun verbindet besonders gut“, weiß der diesjährige König Klaus-Dieter Berning. Wenn das stimmt, sind die Hohenroder nach diesem Fest wieder für eine ganze Weile gut zusammengeschweißt.

 Übrigens hat sich der Ruf des Erntefestes bis in die Kreispolitik herumgesprochen. Dieses Jahr kam erstmals auch Landrat Jörg Farr zu Besuch und wurde für seine freundlichen Grußworte mit einem Platz auf einem der Festwagen belohnt. cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg