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„Das ist euer Tag“

Möllenbeck „Das ist euer Tag“

Einschulung – ein großer Tag für die kleinen Abc-Schützen. Bepackt mit einem riesigen Ranzen, begleitet von Mama, Papa, Schwester, Bruder, Oma, Opa, Patin, Pate, Tante und Onkel begann für die sechsjährigen Mädchen und Jungen ein neuer Lebensabschnitt.

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Eine schöne Tradition: Die Schüler der 2. Klasse holen die Abc-Schützen von der Kirche ab und bringen sie zur Schule.

Quelle: peb

Möllenbeck. In Möllenbeck waren es am Sonnabend 13 Kinder, die nach Schulanfängergottesdienst und Einschulungsfeier zum ersten Mal eine Unterrichtsstunde erlebten. In den Rintelner Grundschulen wurden an diesem Tag insgesamt 206 Kinder eingeschult.

 Die Einschulung bedeutet für die „Schul-Frischlinge“ nicht nur eitel Sonnenschein. Außer Freude und Neugierde auf das, was kommt, gibt es auch Verunsicherung, Ängste und Sorgen. Kinder, aber vor allem Eltern fragen sich: Wird sich mein Kind ohne Probleme in der Schule eingewöhnen? Findet mein Kind neue Freunde? Wie kommt mein Kind mit dem Leistungsdruck zurecht? Versteht sich mein Kind mit der Lehrerin gut? Fragen, die erst nach den ersten Monaten beantwortet werden.

 Die Lehrerinnen und der Lehrer der Grundschule Möllenbeck wissen um die Ängste der kleinen Menschen und versuchen alles, um schnell eine große Vertrauensbasis aufzubauen. Das zeigten auch die Aktionen während der Einschulungsfeierlichkeiten. Im Schulanfängergottesdienst in der Klosterkirche begrüßte Pastorin Ute Schulz die neuen Schulkinder mit den Worten: „Das ist euer Gottesdienst, das ist euer Tag.“ Und sie richtete sich an die Eltern: „Sie müssen ihre Kinder jetzt ein Stück mehr loslassen.“ Am Ende des Gottesdienstes wünschte Schulz den Kindern „gute Fahrt auf dem Schulschiff“. Vor der Kirche wurden die Abc-Schützen einer schönen Tradition folgend von den Kindern der 2. Klasse mit Namensschildern und Sonnenblumen in Empfang genommen. Hand in Hand ging es dann, angeführt von der zukünftigen Klassenlehrerin Martina Diedrich-Sürig, zum Schulgebäude in der Hildburgstraße.

 Bei der Einschulungsfeier in der Turnhalle begrüßte Schulleiter Manfred Asche die 13 neuen Schüler und deren Eltern. Und danach demonstrierten die Schüler der 2., 3. und 4. Klasse den Schuleinsteigern mit Tänzen, Liedern und Sketchen, was man in der Schule so alles lernen kann.

 Eine Besonderheit der Grundschule Möllenbeck ist die Tatsache, dass jedes Jahr auch Schüler aus Nordrhein-Westfalen, vornehmlich aus Stemmen und Varenholz, eingeschult werden. In diesem Jahr sind es zwei Schüler. Insgesamt werden damit 13 Schüler aus dem Nachbar-Bundesland in Möllenbeck unterrichtet. Fragt man Eltern nach dem Warum, antworten sie: „Wegen der kurzen Wege, der kleinen Klassen, der kleinen Schule mit nur vier Klassen, des verlässlichen Vormittagsunterrichtes ohne Stundenausfall von 8 bis 13 Uhr und der guten Lehrer.“ Die nächste Grundschule in Nordrhein-Westfalen befindet sich in Langenholzhausen. Dort sind bis zu 26 Schüler in einer Klasse. Und es gibt auch keinen verlässlichen Unterricht. Die Schule kann später als 8 Uhr beginnen und früher als 13 Uhr enden.

 Zum ersten Mal in diesem Schuljahr wird ein Patenschaftsprojekt in der Grundschule Möllenbeck gestartet. Am heutigen Montag bekommt jedes Kind der 1. Klasse einen Schüler der 4. Klasse als Paten zugeteilt. Deren Aufgabe ist es zunächst einmal, das gesamte Schulgebäude mit allen Klassen- und Funktionsräumen zu zeigen sowie Abläufe und Verhaltensregeln in der Schule zu erklären. Bei jeglicher Art von Fragen können sich die Erstklässler immer wieder an ihre Paten wenden. In unregelmäßigen Abständen finden auch gemeinsame Unterrichtsstunden statt. „Die Viertklässler sollen Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Ausdauer lernen“, so die Klassenlehrerin der 4. Klasse, Nicole Jöhring. „Die Patenschaft dauert ein Jahr bis zum Ende des Schuljahres. Vielleicht bauen sich auch Partnerschaften auf, die über das Jahr hinaus bestehen bleiben. Das wäre eine schöne Sache“, hofft Jöhring.

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