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Der Manager des Klosters geht

Möllenbeck Der Manager des Klosters geht

Pastor Roland Trompeter scheidet am 1. September mit Erreichen des 65. Lebensjahres aus dem Dienst aus – soweit die offizielle Bestätigung von Ulf Preuß, Pressesprecher der evangelisch-reformierten Kirche, dem Landeskirchenamt in Leer, das zuständig ist für 145 Gemeinden in neun Synodalverbänden.

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Roland Trompeter.

Quelle: dil

Möllenbeck. Inoffiziell bleibt Trompeter noch bis August nächsten Jahres der Manager im Kloster, einfach deshalb, weil es da noch eine Menge zu tun gibt. Allerdings in einem anderen Beschäftigungsverhältnis. In der Landeskirche sei man sich der Bedeutung des Klosters bewusst, betonte Preuß, auch deshalb habe die Klosterkommission diese Lösung gefunden.

 Gleichzeitig wird es für das tägliche Klostermanagement, die Verwaltung und die Hausmeistertätigkeit eine Nachfolgerin geben, die am 1. Januar ihr Amt antritt. „Klosterpforte“ nennt sich dieser Arbeitsplatz.

 Pressesprecher Preuß betonte in einem Telefongespräch zwei Dinge: Grundsätzlich gebe es für Pastoren, die eigentlich nach dem Beamtenrecht um weitere drei Jahre verlängern könnten, diese Möglichkeit inzwischen nicht mehr. Das hänge auch damit zusammen, dass sich die Landeskirche aus vielerlei Gründen dazu gezwungen sieht, Pfarrstellen einzusparen. Pastorin Ute Schulz wird sich aber weiterhin um die Möllenbecker Gemeinde kümmern.

 Trompeter ist seit 35 Jahren der Manager des Klosters. Er hat nicht nur die umfangreichen Sanierungsarbeiten angeschoben und realisieren lassen, sondern auch das Jugendfreizeitheim mit über 12000 Übernachtungen im Jahr. Das Kloster ist bereits heute für das Jahr 2016 ausgebucht. Wer für 2018 noch Termine will, muss sich beeilen.

 Trompeter will sich jetzt verstärkt um das geplante Museum kümmern. Die Restaurierung der beiden Räume im Ostflügel, in denen die Restauratorin auch große Wandmalereien entdeckt hat, ist inzwischen abgeschlossen. Rund 100.000 Euro an EU-Leader-Geld sind dafür eingesetzt worden. Jetzt werden die Exponate für das geplante Museum zusammengestellt und aufgearbeitet, die dort ausgestellt werden sollen. Sie kommen alle aus dem Kloster oder dem Pfarrhaus: der alte Spieltisch der Orgel, das Uhrwerk aus dem Klosterturm, eine umfangreiche Post- und Ansichtskartensammlung, Sandsteine mit Inschriften.

 Trompeter führt jedes Jahr rund 70 Gruppen durch das Kloster. Die neue Mitarbeiterin wird deshalb nicht nur für die Gruppen, sondern auch die Touristen die Ansprechpartnerin sein. Grundsätzlich ist das Kloster eigentlich außerhalb der Führungszeiten für Touristen ohne Anmeldung geschlossen. Es gibt zwar ein Schild: „Zugang nur für Hausbewohner.“ Aber das wird von Neugierigen meist ignoriert.

 Am 13. September ist das Kloster Möllenbeck anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“ den ganzen Tag geöffnet. Um 11 Uhr lädt Trompeter zu einer Führung ein. Die letzte Führung ist dann für den zweiten Sonntag im Oktober geplant.

 Trompeter sagt über seine Führungen selbst: „Es wäre zu wenig, wenn ich nur über Freizeitheimbedingungen oder historische Fakten zum Bau und der Geschichte des Klosters reden würde. Ich möchte gerne etwas von seinem christlichen Sinn an die Besucher vermitteln. Denn wenn man ihn ausklammert, würde ich gerade das ausklammern, was Ursprung und Zentrum von Kloster und Kirche in Möllenbeck sind.“ wm

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