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Der erste Schritt

Deckbergen Der erste Schritt

Ein langer Prozess ist in der jüngsten Stadtratssitzung beendet und gestern im Rathaus durch die Unterschriften von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Dirk Bredemeier, Vorsitzender des SC Deckbergen-Schaumburg, besiegelt, worden.

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Dirk Bredemeier (von links), Vorsitzender des SC Deckbergen-Schaumburg, Uwe Sievert von der Stadt Rinteln und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bei der Vertragsunterzeichnung.

Quelle: tol

Deckbergen. Mit der Vertragsunterzeichnung wird das an erster Stelle der Prioritätenliste stehende Projekt des Sportentwicklungsplans 2014 in Angriff genommen: Einziger Standort des SCD ist demnach künftig am Steinsdorfer Weg in Deckbergen. Der Sportplatz in der Alten Heerstraße wird zugunsten eines zusätzlichen neu zu bauenden Platzes im Steinsdorfer Weg aufgegeben. Es ist der erste konkrete Schritt in Richtung der von der Stadt und den Rintelner Sportvereinen angestrebten Zentralisierung der Standorte der Vereine.

 Seit der Fusion des Deckberger und Schaumburger Vereins im Jahr 1996 nutzt der SC sowohl einen Platz in Deckbergen als auch einen in Schaumburg. Bereits 2002 habe sich der Verein auf Anregung der Verwaltung bereit erklärt, die beiden Plätze an einem Ort zusammenzuführen. Dass diesem Vorhaben elf Jahre später endlich nichts mehr im Wege steht, lässt die Vereinsmitglieder aufatmen. Seit Jahren wünschten sie eine neue Sportanlage. Die Vereinsräume an beiden Standorten seien sanierungsbedürftig, der Platz an der B83 zu abgelegen. Doch solange nicht klar war, welche Rintelner Standorte überhaupt Zukunft haben und wo es sich zu investieren lohnt, tat sich nichts.

 Der bei unabhängigen Dritten von der Stadt, dem Landessportbund und dem Kreissportbund in Auftrag gegebene Sportentwicklungsplan brachte schließlich Licht ins Dunkel und fand am Schulstandort in Deckbergen „ideale Voraussetzungen für die notwendigen Entwicklungsmaßnahmen“ zur Aufwertung des Schul- und Sportstandorts in Deckbergen. Auch bei der Stadt geht man davon aus, dass es die Grundschule in Deckbergen auch noch in ein paar Jahrzehnten geben wird.

 Zahlreiche und langwierige Diskussionen des Sportentwicklungsplans später stand fest: Ein neuer Sportplatz wird auf der anderen Straßenseite des Platzes im Steinsdorfer Weg gebaut, wo die Stadt bereits seit Längerem über ein Grundstück verfügt. Baubeginn ist 2014. Nach Fertigstellung des Platzes werde der Standort an der B83 aufgegeben. In den beiden darauf folgenden Jahren soll am neuen Standort zudem ein kombiniertes Sport- und Feuerwehrhaus entstehen.

 360.000 Euro werden für den neuen Platz veranschlagt. Die Anlage sei aufgrund ihrer topografischen Lage verhältnismäßig teuer, sagte Buchholz beim gestrigen Presstermin. „Es müssen sehr große Erdbewegungen vorgenommen, also Erde abgefahren werden.“

 Der Landessportbund bezuschusst das Projekt mit 100.000 Euro. 188.000 Euro trägt die Stadt. Darüber hinaus gewährt die Stadt dem SCD ein zinsloses Darlehen in Höhe von 39.000 Euro. Indes strebe der Verein an, „dieses Darlehen durch Einholung von Spenden möglichst nicht voll abrufen zu müssen“, so Bredemeier. Der Verein wolle versuchen, „sogenannte Pflanzpaten zu gewinnen, um so die Kosten für Pflanzen (rund 28.000 Euro) zu minimieren“. Darüber hinaus solle von dem Verein Arbeit in Eigenleistung im Wert von 33.000 Euro verrichtet werden. Der Stadtrat hat jetzt entsprechende Mittel für den Etat 2014 bereitgestellt.

 Angesichts des demografischen Wandels, so Buchholz, sei es „gut, alles an einer Stelle zu konzentrieren“: Schule, Sportverein und Feuerwehr. „Das führt ein Dorf zusammen und bereichert das gemeinschaftliche Leben.“ So könnten Bürger am Ort gehalten werden.

 Pläne für die zukünftige Nutzung der Anlage an der B83 gibt es auch schon. Das Grundstück habe die Stadt zwar selbst nur gepachtet, das Gebäude sei jedoch in ihrem Besitz. Man spiele mit dem Gedanken, dort eine von freien Trägern finanzierte „Anlaufstation für Demenzkranke mit Sportangeboten“ einzurichten. pk

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