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Der rote Punkt markiert das Ende

200 Bäume sollen in Steinbergen gefällt werden Der rote Punkt markiert das Ende

200 Buchen und Eichen werden in diesem Winter am Berghang südlich der Steinberger Kirche St. Elisabeth und ihres Friedhofs gefällt. Rote Punkte oder Streifen markieren bereits, für wen die letzte Stunde bald geschlagen hat.

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Rote Punkte oder Streifen markiert, welche Bäume am Kirchhang in Steinbergen gefällt werden sollen.

Quelle: dil

Steinbergen. Sobald der Boden wieder trockener und tragfester ist, sollen die Motorsägen ran, danach wird das Holz mit Zahn- und Zangenschleppern herausgeholt und an den Wegen am Südrand des Waldstücks zur Abholung bereitgelegt.

 „Das wird ja fast ein Kahlschlag“, fürchtet ein Steinberger Spaziergänger bereits, denn vor zwei Jahren wurde der Bestand schon einmal kräftig ausgelichtet. Nachgepflanzt hat das Fürstliche Forstamt Bückeburg aber nicht. Und die damals arg zerfurchten, zeitweis gesperrten Waldwege wurden auch nur notdürftig repariert. Wenn das so weitergehe, fürchtet der Steinberger, könne er dort bald nicht mit Hund spazieren gehen.

 Revierförster Alfred Matthaei kann die Kritiker nur teilweise beruhigen: „Es handelt sich um eine ganz normale Walderntemaßnahme. Die rot markierten Buchen und Eichen haben ihr Zielalter und ihren Zielumfang erreicht. Wir fällen dort keine kranken Bäume. Der Auftrag ist schon vergeben, der Unternehmer wollte schon loslegen. Wegen des weichen Untergrundes haben wir aber um Aufschub gebeten, sonst richten die Maschinen zu viel Schaden an.“

 Nach dem vorherigen Einschlag war auf natürliche Verjüngung des Bestandes gesetzt worden, so Matthaei. Doch Haselnuss, Holunder und andere Sträucher eroberten das Gelände, wuchsen schneller und ließen kaum Bäume nachkommen. Mitte 2016 solle s anders werden.

 „Wir müssen erst den Holzabholern, auch den Brennholzkunden, genügend Zeit lassen, ihr Holz abzuholen. Das bedeutet etwa ein Jahr Nachlauf. Danach werden wir wohl 2017 die Sträucher stutzen und Bäume händisch nachpflanzen. Es wird sich um Buchen und – vor allem in den nassen Quellbereichen – um Erlen handeln.“

 Während der Waldarbeiten soll der rund 300 Meter lange Waldstreifen tagsüber mit den zwei betroffenen Wegen mit Flatterband zur Sicherheit der Fußgänger und Verkehrsteilnehmer gesperrt werden. „Nachts ist dann wieder offen“, kündigt Matthaei an. Die Wege werden erst einmal Schaden nehmen. „Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Aber dieses Mal werden wir anschließend die Wege wieder richtig instand setzen. Letztes Mal haben wir darauf verzichtet, weil ja jetzt schon die zweite Holzernte vorgesehen war.“

 Wer glaube, das Forstamt sei nur auf Geld aus, der irre, so Matthaei: „Verdienen tun wir hierbei fast nichts, aber der Bestand muss verjüngt werden. Die Holzausbeute ist meist nicht so hochwertig, die Wegeinstandsetzung und die Nachpflanzungen werden uns aber einiges kosten.“ dil 

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