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Die Ära Sägewerk ist vorbei

Gewerbeprojekt wird zum Lagerraum Die Ära Sägewerk ist vorbei

Rund 40 Jahre hat das Sägewerk in Borstel bestanden – jetzt ist diese Ära beendet. Das Gewerbeprojekt wird nur noch als Lagerraum genutzt.

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Das Sägewerk Borstel hat den Betrieb eingestellt, das Unkraut wächst. Der Besitzer will das Objekt 2017 wieder ansehnlich machen.

Quelle: la

BORSTEL. „Wir hätten gerne wieder an einen Sägewerkbetreiber vermietet, und das wäre auch problemlos möglich, aber es findet sich niemand“, sagte Werner Klemme, der das ehemalige Sägewerk von seinem verstorbenen Vater Heinrich Klemme geerbt hat.

Früher war das Sägewerk ein Großbetrieb mit bis zu 30 Mitarbeitern. „Heute werden die Rundhölzer zur Beschwerung der Tanker genutzt und nach China transportiert und dort geschnitten und zurücktransportiert. Das ist sogar noch billiger, als das Holz hier zu verarbeiten. Verrückte Welt“, stellte Klemme fest.

Eine dem Verfall preisgegebene Industriebrache wird das ehemalige Sägewerk aber nicht. Nachdem die letzten Pächter, die HWA Holzwerke Auetal GmbH & Co. KG, vor einigen Monaten den Pachtvertrag gekündigt und inzwischen die Halle leer geräumt hatten, plant Werner Klemme neu. „Eine der Hallen habe ich an einen landwirtschaftlichen Lohnunternehmer vermietet, der dort seine Maschinen einstellt“, so Klemme. Die drei Hallen im oberen Bereich des ehemaligen Sägewerks nutzt Klemme selbst für landwirtschaftliche Zwecke, und die eigentliche Sägehalle will er ebenfalls verpachten. „Vermutlich wird auch diese Halle demnächst als Lager genutzt. Es gibt zwar noch keinen Vertrag, aber es laufen Verhandlungen mit einem Interessenten“, so Klemme.

Mit viel Eigenleistung Gelände verschönern

Doch nicht nur die Vermietung der Hallen plant Klemme, er will auch investieren. „Das ist zwar keine leichte Aufgabe für mich, aber es muss etwas getan werden, und das werde ich tun“, sagte der 27-Jährige, der sich nach dem Tod seines Vaters um das ehemalige Sägewerk kümmert.

Vor einigen Wochen hat Klemme die Sägespäne und Rindenreste vor der Halle entfernt und einen Erdwall aufgeschüttet, der inzwischen etwas begrünt ist und als Sichtschutz auf das Gebäude dienen soll. „Die Außenanlagen müssen aber noch weiter hergestellt werden. Zum Teil wuchert das Unkraut sehr hoch“, so Klemme. Das gesamte Gelände soll ansehnlicher und pflegeleicht gemacht werden.

In der ehemaligen Sägehalle müssen die Kräne abgebaut und der Boden begradigt werden. Dann sollen die Wände verkleidet und neu gestrichen werden. Außerdem benötigt die Elektrik in den Hallen eine Erneuerung. „Hier ist eine Kernsanierung notwendig, denn in den vergangenen 30 Jahren wurde nicht viel gemacht“, so Klemme. Er wolle aber das gesamte Objekt wieder flott machen.

Das soll mit ganz viel Eigenleistung geschehen. „Da ist viel Arbeit und eine Menge Geld nötig, aber die Erhaltung dieser Anlage liegt mir sehr am Herzen.“ Von heute auf morgen ist die Veränderung nicht machbar, aber Werner Klemme hat sich für die nächste Zeit viel vorgenommen.  la

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