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Die Männer für alle Fälle

Dorfgemeinschaft in Hohenrode funktioniert Die Männer für alle Fälle

„Nur keine Namen“ ist das Motto von Horst Böger und Heinrich Schulze, wenn es darum geht, über die Arbeit der Dorfgemeinschaft Hohenrode zu schreiben. Also die ganz praktische Arbeit. „Nenn’ bloß keine Namen, wie schnell wird da jemand vergessen!“ Also: keine Namen.

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So kennt man sie im Dorf: die Dorfgemeinschaft in Aktion.

Quelle: pr.

Hohenrode. Die Dorfgemeinschaft ist allgegenwärtig. Praktisch zu jeder Jahreszeit sieht man Mitglieder mit Schaufel oder Hacke, Kettensäge oder Rasenmäher oder auf dem Traktor in Aktion. Im Dorf gibt es immer etwas zu tun.

 Die Dorfgemeinschaft hält das Wasserrad in Schuss, stellt den Tannenbaum auf (diesmal ist es eine Coloradotanne), beseitigt das Unkraut auf Grundstücken, um die sich sonst niemand kümmert. Unentgeltlich. Denn eigentlich ist vieles Sache der Bauhof-Mitarbeiter der Stadt Rinteln, aber die sind doch eh schon völlig überlastet. Man hat Verständnis. Nur beim Friedhof, da hört es auf. Dass Rasengräber überwuchern, die Blumenwiese verwildert, das gefällt nicht im Dorf, und man will deshalb mit dem Bauhof reden. Dann gibt es noch die „Herzensangelegenheit“ jünger Mütter: Diese wünschen sich neue Spielgeräte auf dem Platz am Dorfgemeinschaftshaus. Auch dabei wird wohl die Dorfgemeinschaft mit anfassen müssen.

 Einmal im Jahr findet die Jahreshauptversammlung statt. Diesmal Anfang Dezember. Zwar werden pflichtgemäß die Tagesordnungspunkte abgehakt, doch da hält man sich mit Wortmeldungen eher zurück. Diskutiert wird später, beim Mollenfrühstück, wenn der offizielle Teil abgeschlossen ist. Zu dem gehört auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Und meist eine Pointe: Es hat diesmal geregnet und gestürmt, als Landrat Jörg Farr beim Erntefest sein Grußwort sprechen wollte. Es scheint in Hohenrode das Schicksal von Landräten zu sein. Man erinnert daran, dass bei Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier der Regen so laut aufs Festzelt geprasselt ist, dass dieser seine Rede mehrmals hat unterbrechen müssen.

 Wahlen gibt es selbstverständlich auch. Dabei muss man niemand vorstellen, man kennt sich im Dorf. Diesmal ist es eher Stühlerücken. Weil Horst Böger bereits im Vorjahr angekündigt hatte, er wünsche sich nach neun Jahren im Amt einen Nachfolger, andererseits Stephan Johann im Vorjahr bereits zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden ist, tauschen beide die Plätze: Johann wird Vorsitzender, Böger Stellvertreter, gemeinsam mit Uwe Meier. Dass so eine Wahl einstimmig abläuft, versteht sich von selbst.

 Da die Dorfgemeinschaft kein Verein wie ein Gesangverein ist, sondern auch politisch aktiv wird als Wählergemeinschaft, ist das Thema des Abends auch die Ortsratswahl am 11. September im kommenden Jahr.

 Ulrich Gölzer will nicht mehr kandidieren, er kündigt es rechtzeitig an. Was man im Dorf schnellstmöglich realisiert haben will, ist klar: ein neues Feuerwehrgerätehaus. Höchste Eisenbahn, denn es regnet bereits durchs Dach des alten Hauses, das man einfach nur noch abreißen kann. Das meint wohl sogar die GVS, die die städtischen Gebäude verwaltet. Ortsbürgermeister Achim Heger beruhigt: Planungskosten für den Feuerwehrneubau seien im Etat der Stadt für dieses Jahr fest eingeplant. Es gehe also voran. wm

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