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Krippe ist schon anderthalb Jahre nach Gründung voll belegt

„Die Not der Eltern ist real“ Krippe ist schon anderthalb Jahre nach Gründung voll belegt

Der Mittagsschlaf ist zu Ende. Nach und nach trippeln die Schützlinge von Monika Schaper mit unsicherem Schritt aus dem Schlafraum. Sie kramen bunte Brotbüchsen aus den ebenso bunten Rucksäcken und machen sich unter den wachsamen Augen der Erzieherinnen auf den Weg zum Tisch. „Warte, gleich gibt es Teller“, werden sie aufgefordert. Doch hungrige Kinderfinger kennen kein Halt.

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Hungrig ist die kleine Paula in der Krippengruppe aufgewacht. Sofort geht es zum Esstisch.

Quelle: jak

Engern. In der Krippen-Gruppe der Kita „Zum Gänseblümchen“ ist die Welt heute in Ordnung. Alle sind ausgeschlafen, keiner quengelig und niemand krank. Grundsätzlich sei die Lage in dem ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus optimal „So haben die Kleinen Ruhe, aber gleichzeitig die Möglichkeit, am Kita-Leben teilzunehmen.“ Das mache gerade den Übergang zur Kita einfacher.
Derzeit gibt es zehn Voranmeldungen, erklärt Schaper. „Der Bedarf ist da, die Not der Eltern ist ganz real“, erklärt sie. Viele müssten demnächst wieder arbeiten. „Mir ist egal, wo die Plätze entstehen, Hauptsache, sie entstehen.“ Aber natürlich sei es gerade für die Engernschen großartig, wenn Krippe und Kita vor Ort verfügbar seien.
Doch selbst wenn es einen politischen Willen gäbe, eine zweite Krippengruppe zu eröffnen, die Frage wäre, wo. Der untere Teil des ehemaligen Dorfgemeinschaftshauses ist bereits belegt, der obere Teil ist derzeit bewohnt. „Wir werden natürlich niemanden aus seiner Wohnung werfen“, betont Ortsbürgermeister Dieter Horn dazu.
Direkt angrenzend befindet sich ein Gebäude der ev.-luth. Kirchengemeinde Steinbergen. Dort zeige man sich aber bisher eher ablehnend, berichtet Schaper. Das ist insbesondere deswegen nachvollziehbar, weil die evangelische Kirche in Steinbergen selbst eine Kindertagesstätte betreibt, die gerade umfangreich erweitert wird.
Möglicherweise relativiert sich das Problem aber sowieso von selbst, sobald die Anmeldungen der verschiedenen Krippen verglichen werden. Denn bei zehn Anmeldungen in Engern könnten sich auch einige Eltern mehrfach angemeldet haben. Daran war der ursprünglich in dem Gebäude geplante Hort gescheitert. Nach aufwendigen Plänen und Diskussionen stellte sich plötzlich heraus: Von den zahlreichen Voranmeldungen wollte am Ende nur ein kleiner Teil wirklich in den Hort der Kita Gänseblümchen. Horn sagt: „An einen Anbau bei der Kita glaube ich derzeit nicht. Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir bisher erreicht haben.“

von Jakob Gokl

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