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Die „Rolli-Rampe“ wird gebaut

Barrierefreie Grundschule im Auetal Die „Rolli-Rampe“ wird gebaut

Eine Rampe anstelle einer Treppe, eine neue Tür und eine Tür umbauen, dazu eine kleine Hebebühne im Untergeschoss und schon ist die Grundschule Auetal barrierefrei.

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Die Bauhofmitarbeiter Martin Jäsche (links) und Olaf Scharrer bauen die Fundamente für die Rampe zum Untergeschoss.

Quelle: la

REHREN. Was so einfach klingt ist – und so ist es wohl immer wenn man baut – doch etwas komplizierter. Trotzdem wird das Projekt barrierefreie Grundschule derzeit von der Gemeinde Auetal umgesetzt.

Die Mitarbeiter des Bauhofes haben damit begonnen, die Rampe neben dem Eingang zum Schulgebäude zu bauen, die in das Untergeschoss führen soll. „Die Treppe war doch massiver gebaut, als wir gedacht haben“, meinte Bauamtsleiter Friedhelm Liwack. Die Abbrucharbeiten hätten etwas länger gedauert. Mit der Rampe müsse ein großer Höhenunterschied überwunden werden. „Mehr als sechs Prozent Gefälle dürfen wir aber nicht bauen. Also wird die Rampe in Schlangenlinien verlaufen, um den Höhenunterschied auszugleichen“, so Liwack.

Die Fundamente für die ersten Meter sind bereits gelegt. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Im Untergeschoss wird eine Tür eingebaut, die automatisch über Infrarotmelder geöffnet wird. Im Obergeschoss, wo es bereits seit einigen Jahren eine Rampe zum Eingangsbereich der Schule gibt, wird eine Schiebetür eingebaut. Die Hebebühne wird im Untergeschoss benötigt, damit die Rolli-Kinder die vier Stufen zum Werkraum überwinden können.

Großteil an Eigenleistung

Mit Amelie und Justin besuchen derzeit zwei Kinder die Grundschule Auetal, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Beide wechseln nach den Sommerferien in die dritte Klasse. Um dann am Unterricht in den Fachräumen im Untergeschoss teilnehmen zu können, waren die Umbaumaßnahmen notwendig.

Die Mütter der beiden Rolli-Kinder, Katrin Trute und Josi Eckert, hatten sich mit Unterstützung der engagierten Mutter Ines Pries an die Schulleitung und die Verwaltung der Gemeinde Auetal gewandt, um sicher zu stellen, dass ihre Kinder auch in der dritten Klasse noch am Unterricht teilnehmen können. Die Mitschüler von Amelie und Justin hatten eine Unterschriftenaktion gestartet. Bei Bürgermeister Heinz Kraschewski stießen alle Beteiligten auf offene Ohren.

Gemeinsam mit dem Bauamt suchte er nach machbaren Varianten. Man fand einen Kompromiss, der jetzt umgesetzt wird. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf weniger als 20000 Euro. Allerdings wird ein Großteil der Arbeiten in Eigenleistung von Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde Auetal ausgeführt.

Amelie und Justin freuen sich schon auf das neue Schuljahr. Für sie bedeutet der Umbau ein weiteres Stückchen Selbstständigkeit im Schulalltag. la

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