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Die unendliche Geschichte

Diskussion um die Zukunft der Kita in Steinbergen Die unendliche Geschichte

Als unendliche Geschichte bezeichnet Bürgermeister Thomas Priemer die Diskussion um die bauliche Zukunft der Kindertagesstätte in Steinbergen. Er wolle sie endlich „vom Tisch haben“, betonte er in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Rinteln. Stattdessen verschiebt sich der angestrebte endgültige Beschluss nun abermals in das nächste Quartal.

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Quelle: tol

Steinbergen. Seit nunmehr 2007 befassten sich der Stadtrat und andere politische Gremien, mit dem Problem, so Priemer. Und dies besteht eben darin, dass nicht ausreichend Platz für die Betreuung der derzeit rund 50 Kinder der Kita Steinbergen besteht. Zur Debatte stehen immer wieder: Ausbau, Umbau oder Neubau. Zuletzt, so Priemer, seien sowohl von der Kita-Leitung als auch von ihrem Träger, der Landeskirche Schaumburg-Lippe, die Varianten Um- oder Ausbau favorisiert worden. Priemer habe die Planungen dafür von der Gemeinnützigen Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft mbH (GVS) „ins Haus geholt“, also an das Baudezernat übertragen.

 Anschließend hätten über die Pläne noch im Ortsrat Steinbergen sowie im Ausschuss für Soziales, Jugend, Frauen und Integration diskutiert werden sollen, um noch in diesem Jahr endlich mit der Ausführung der Pläne beginnen zu können. „Das Geld dafür ist in diesem Jahr da wegen der Gewerbesteuerrückzahlung“, so Priemer.

 Als nun jedoch in der Sitzung des Stadtrats über einen dementsprechenden Beschlussvorschlag abgestimmt werden sollte, traten die alten Meinungsverschiedenheiten wieder zutage. Die Fraktion der Wählergemeinschaft Schaumburg (WGS) plädierte für einen Neubau, der in dem Beschlussvorschlag nicht vorkam. Auch die CDU-Fraktion ist für einen Neubau und sprach sich dafür aus, dass sich auch dieser im Beschlussvorschlag wiederfinden und geplant werden solle.

 Man dürfe, so CDU-Fraktionschef Veit Rauch, „Steinbergen nicht isoliert sehen“. Ein Platzproblem herrsche nämlich auch in der Kindertagesstätte in Deckbergen. Und da die Planungen für einen Neubau bislang nicht konkretisiert worden seien, dürfte ihre Ausführung mit Blick auf die Gewerbesteuerrückzahlung noch in diesem Jahr „eine knappe Angelegenheit“ werden, kritisierte Rauch.

 Ursula Helmhold, die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, äußerte sich kritisch zu einem Neubau. „In 50 Jahren gibt es in Steinbergen nicht mehr so viele Kinder, dass sie ganze Häuser füllen.“ Deshalb stimmte sie nur unter der Bedingung zu, dass in jedweder Planung, ob Um-, Aus- oder Neubau, alle Faktoren, auch der des demografischen Wandels, berücksichtigt werde.

 Schließlich wurde der Beschlussvorschlag um die Planung und Kalkulation für einen Neubau erweitert. In der Konsequenz werden die Pläne für Um-, Aus- oder Neubau jetzt erst im zweiten Jahresquartal Ortsrat und Ausschuss für Soziales, Jugend, Frauen und Integration vorgelegt werden können.

 Zu den möglichen Kosten für die unterschiedlichen Pläne wollte Bürgermeister Priemer gestern auf Anfrage unserer Zeitung nichts sagen. Zuletzt hatten die von der GVS ermittelten Kosten zwischen rund 220.000 Euro für einen Umbau und bis zu knapp 1,5 Millionen Euro für einen Neubau gelegen (wir berichteten). pk

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