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Eisen schmieden, solange es heiß ist

Exten Eisen schmieden, solange es heiß ist

Die Umgestaltung der Heimatstube zum flotten „Museum für Dorfkultur“ ist das große Schwerpunktprojekt des Vereins für Heimatpflege und Kultur Exten gewesen.

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Der Vorstand zeigt am Modell des Oberen Eisenhammers, dass das heutige Industriemerkmal früher mit vier Wasserrädern bestückt war: Schriftführerin Nina Wartenberg (von links), Vorsitzender Horst Vöge, der stellvertretende Vorsitzende Bernd Kirchhoff und Kassenführerin Veronika Reimer.

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Exten. Der Heimatverein hat mit Unterstützung durch Fördermittel und Sponsorenhilfe und vor allem durch Studenten der Universität Oldenburg bei der Realisierung des ambitionierten Projektes eine „Punktlandung hingelegt“, sagte Horst Vöge, der Vorsitzende der Heimatfreunde, während der Hauptversammlung am Freitag im Restaurant „Da Fabio“.

 Zur Vorgeschichte: Für 56000 Euro hat die behäbige alte Heimatstube in der ehemaligen Schule auf dem Extener Anger ein völlig neues Gesicht bekommen und sich zum modernen Klein-Museum gewandelt. Initiatorin war die gebürtige Extenerin und heutige Dozentin Carolin Krämer, die mithilfe von Studenten der Oldenburger Uni im Rahmen des Projekts ihre Examensarbeit praktisch umgesetzt hatte.

 Trotz der Konzentration auf die Heimatstube ist das „normale“ Jahresprogramm des Heimatvereins bei einigen Extras parallel und auf hohem Niveau weitergelaufen, verdeutlichte Vöge. Denn: Die Remise an der Behrenstraße hat mit dem Ackerwagen, vermittelt von Klaus Keßler, einen weiteren Blickfang erhalten. Nach Wiedereröffnung des Dorfmuseums leisteten die Helferinnen Aufsichts- und Auskunftsdienste. Am Mühlentag zu Pfingsten waren der Untere sowie der Obere Eisenhammer ebenfalls für Besucher geöffnet. All das erforderte den Einsatz ehrenamtlicher Helfer, ohne welche die Arbeit des Heimatvereins nicht zu leisten wäre, betonte Vöge durch ein großes Dankeschön für Veronika Reimer, die seit 24 Jahren als Kassiererin die Finanzen des Vereins verwaltet sowie für Ursula Brinkmann, die schon seit 40 Jahren und damit von Beginn an die Heimatstube sauber hält.

 Gemäß dem Spruch „Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist“ kündigte Vöge an, dass der Heimatverein auch in Zukunft in Fahrt bleiben und neue Projekte angehen beziehungsweise kleinere und größere Visionen verwirklichen will. Denn: „2015 soll das Wasserrad am Oberen Eisenhammer auf den Weg gebracht werden – eventuell wieder als Leader-Projekt.“ Nach Diskussionen und reiflichen Überlegungen sei allerdings „der Gedanke an Stromerzeugung und entgeltliche Einspeisung ins Netz zunächst auf Eis gelegt worden. Denn es bestehe noch Klärungsbedarf“ angesichts steuerrechtlicher Vorgaben.

 Inwieweit aber der Obere Eisenhammer schon zu seiner Zeit die Wasserkraft genutzt hat, zeigte das Modell des Industriedenkmals, das ehemals sogar mit vier Wasserrädern zum Antrieb von Schmiedehämmern und anderen Geräten ausgestattet war. Vöge und und der zweite Vereinsvorsitzende Bernd Kirchhoff hatten den Miniatur-Nachbau eigens zur Hauptversammlung zur Veranschaulichung für die Mitglieder und zu deren Motivation angekarrt.

 Vöge erklärte dazu: Es ist nicht genau zu sagen, wer das Modell geschaffen hat. Denkbar ist, dass es in einer Rintelner Schule angefertigt wurde. Jedenfalls wurde es aufgefunden im Lager des Museums Eulenburg auf dem Gelände der Lebenshilfe Rinteln an der Waldkaterallee. Zurzeit hat es seinen Platz im Unteren Eisenhammer, wo es während der Öffnungszeiten und Führungen besichtigt werden kann.

 Als organisatorische Neuerungen beziehungsweise Veränderungen machte Vöge unter anderem auf das neue Museums-Faltblatt aufmerksam, das im Herbst erstellt worden ist sowie auf die neuen Mitgliedschaften des Vereins in der Schaumburger Landschaft sowie im Netzwerk Industriekultur.

 Die großen Aktionen im Jahr 2015 für den Heimatverein Exten sind die Tage der offenen Tür der beiden Eisenhämmer am Sonntag, 17. Mai (Internationaler Museumstag) und am Pfingstmontag, 25. Mai (Deutscher Mühlentag). Das nächste Treffen der Plattdeutsch-Runde steht an am kommenden Dienstag um 19 Uhr – wieder bei „Da Fabio“.

 Der Vorstand zeigt am Modell des Oberen Eisenhammers, dass das heutige Industriedenkmal früher mit vier Wasserrädern bestückt war: Schriftführerin Nina Wartenberg (von links), Vorsitzender Horst Vöge, der stellvertretende Vorsitzende Bernd Kirchhoff und Kassenführerin Veronika Reimer.

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