Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Endlich unbefristet angestellt

Jugendpflegerin Anne Petersen Endlich unbefristet angestellt

Seit genau zehn Jahren ist Anne Petersen jetzt als Jugendpflegerin für die Gemeinde Auetal tätig. Im Juli 2007 hat sie als Teilzeitkraft begonnen, immer wieder Stunden dazu bekommen, weil der Bedarf ständig wuchs, und immer neue befristete Verträge erhalten. Jetzt hat sie eine unbefristete Vollzeitstelle bekommen.

Voriger Artikel
Drei Activ-Boards bestellt
Nächster Artikel
Erinnerungsstück an toten Vater verschwunden

Jugendpflegerin Anne Petersen wird bei der für sie wichtigen Sitzung von „ihren“ Kindern und Jugendlichen seelisch und moralisch unterstützt. 

Quelle: la

REHREN. „Ich bin so froh darüber. Alle zwei Jahre war die Unsicherheit groß, ob mein Vertrag verlängert wird. Nie konnte ich langfristig planen. Die unbefristete Anstellung ist eine Anerkennung meiner Arbeit. Und das freut mich besonders, denn alle Fraktionen haben mir ihren Dank ausgesprochen und meine Arbeit gelobt“, freute sich Petersen.

Während der jüngsten Jugend- und Sozialausschusssitzung hatte die Jugendpflegerin einen Bericht über ihre Arbeit im Auetal abgelegt. Sie informierte über die offene Jugendarbeit und deren Ziele und zählte Veranstaltungen sowie Angebote in den beiden Jugendzentren in Rehren und Rolfshagen auf.

Buntes Programm mit Spaßfaktor

„Den Offene-Tür-Bereich nutzen die Kinder und Jugendlichen, ohne dass ein spezielles Angebot geplant ist. Sie nutzen die Ressourcen, die die Jugendzentren zu bieten haben, und gestalten die Besuche so frei wie möglich“, erklärte Petersen. Gerade Jugendliche ab zwölf Jahren schätzten dieses Angebot sehr, da es ihnen Möglichkeiten biete, sich in größeren Gruppen zu treffen, was zumeist im Elternhaus nicht erlaubt oder unerwünscht sei. Wiederkehrende Angebote gibt es in den Bereichen Sport, Kreativität, Kochen und Backen. Dazu kommen die medialen Offerten wie Computerspiele, Zeitschriften und der Zugang zum WLAN. Dazu gibt es spezielle Angebote, die in einem Programmheft veröffentlicht werden. Alkoholfreie Cocktails werden hergestellt, Ostereier gestaltet, Cake-Pops oder Pizza gebacken, Schmuck selbst gefertigt oder im Jugendzentrum übernachtet. „Alles kann ich hier und heute überhaupt nicht aufzählen“, stellte die Jugendpflegerin fest.

Projektarbeit wie Foto- und Kochprojekte gehören zum zusätzlichen Angebot. „Außerdem gehört die Organisation des Ferienspaßes seit 2008 zu meinen Aufgaben. In Sachen Netzwerkarbeit nehme ich an gemeindeübergreifenden Arbeitskreisen teil, beteilige mich an der Mädchenarbeit im Landkreis und tausche mich mit anderen Jugendpflegern aus“, so Petersen weiter.

Flüchtlinge werden ebenfalls betreut

Auch im Leader-Projekt „Starke Jugend, starke Region“ ist die Jugendpflegerin aktiv und seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit. Sie koordiniert den Deutschkurs für Flüchtlinge im Auetal, stellt den Erstkontakt zu den Flüchtlingen her, kümmert sich um Spenden und hält kontinuierlich Kontakt zu den Familien und jungen Erwachsenen. „Sechs Flüchtlingskinder und Jugendliche besuchen regelmäßig unser Jugendzentrum in Rehren. Verschiedene Kulturen und Herkunftsländer sind immer eine Bereicherung für die Arbeit mit jungen Menschen. Alle lernen und profitieren voneinander“, stellte Petersen fest.

„Die CDU-Fraktion ist begeistert von dieser Arbeit und stimmt der fristlosen Vollzeitstelle für Anne Petersen zu“, sagte Thorsten Niedert (CDU). Anke Schmidt (Grüne) regte an, dass sich auch mehr um die etwas älteren Jugendlichen gekümmert werden müsse. „Wer um 17.15 Uhr mit dem Bus von der Schule kommt, der muss nicht mehr ins Jugendzentrum, denn das schließt ja schon um 18 Uhr. Hier müssen die Zeiten geändert werden. Aber ansonsten ist die Jugendarbeit perfekt.“

"Endlich nicht mehr bangen"

Alexander Schmidt (WGA) dankte Petersen für ihre beeindruckenden Ausführungen, und auch Sebastian Huck (SPD) schloss sich dem an. „Ich hatte damit gerechnet, dass ich Überzeugungsarbeit leisten muss. Umso mehr freue ich mich, dass die Arbeit von Anne Petersen so anerkannt wird“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski.

Die Freude bei Petersen und den Kindern und Jugendlichen aus dem Jugendzentrum, die sie zu der Sitzung begleitet hatten und sie moralisch unterstützten, war groß. „Endlich nicht mehr bangen“, sagte Petersen am Ende noch einmal erleichtert. la

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr