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Endlich wird saniert – aber die falsche Stelle

Todenmann / Baustelle Endlich wird saniert – aber die falsche Stelle

Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpfen die Todenmanner dafür, dass die Hauptstraße, die mitten durch ihr Dorf führt, saniert wird. Jetzt haben die Bauarbeiten an der Landesstraße tatsächlich begonnen – allerdings erst nach dem Ortsausgangsschild.

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Direkt nach dem Ortsausgangsschild beginnt die Baustelle: Bis zur Landesgrenze wird die L 441 saniert. Die Todenmanner hätten sich eine Sanierung innerorts gewünscht. © jaj

Todenmann (jaj). „Viele Bewohner haben sich gefreut, als die Baumaschinen angerückt sind“, erzählt Klaus Helmentag, langjähriges Ortsratsmitglied der Todenmanner SPD. Umso enttäuschter seien sie dann gewesen, als sie am nächsten Tag erkennen mussten, dass lediglich außerhalb der Ortschaft angefangen wurde zu arbeiten. Und dabei wird es auch bleiben: Saniert wird im Rahmen der aktuellen Maßnahme nur der Streckenabschnitt vom Ende des Ortes bis zur Landesgrenze Nordrhein Westfalens.

„Man kann den Eindruck bekommen, dass hier nach Beliebigkeit und nicht nach Dringlichkeit vorgegangen wird“, so Helmentag. Denn innerhalb des Ortes seien Straße und Gehweg in einem desaströsen Zustand. „Gerade für die älteren Dorfbewohner, die mit ihren Rollatoren zum Friedhof wollen, sei der Zustand kaum zumutbar. Der Todenmanner kann zwar bestätigen, dass die Straße außerhalb des Ortes einer Sanierung bedurfte, aber erste Priorität hätte seiner Meinung nach der Abschnitt innerhalb der Gemeinde haben müssen.

Das sieht auch Gerd Beu, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins so. Er hat dabei auch den finanziellen Aspekt vor Augen. Für das Geld, das für die Sanierung außerorts aufgewendet wird, hätte man die Hälfte der Hauptstraße innerhalb der Gemeinde sanieren können“, ist er sich sicher. Zumal die Planung ja schon vorliege. „Die Stadt hat schon vor einigen Jahren 35.000 Euro in die Planung des Radweges investiert“, erinnert er sich.

Das kann Markus Brockmann, Geschäftsbereichsleiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigen. Es gebe eine detaillierte und „gute“, Planung der Stadt, allerdings sehe diese auch einen Radweg vor. Und für diesen seien momentan keine Mittel vorhanden.

Bei dem Straßenstück bis zur Landesgrenze habe es hingegen keinen Radweg gegeben. Es sei auch zukünftig keiner geplant, sodass darauf keine Rücksicht genommen werden musste. Brockmann ist zudem sehr froh darüber, dass Gelder zur Verfügung standen, um den Teil der L 441, auf dem aktuell gearbeitet wird, zu sanieren. „Auch dieses Stück der Straße lag uns sehr am Herzen“, sagt er. Immerhin handele es sich dabei um eine sogenannte „freie Strecke“, auf der höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Schon aus Gründen der Verkehrssicherheit sei es daher sehr wichtig gewesen, die Straße instand zu halten.

Aber die Ortsdurchfahrt Todenmanns und der geplante Radweg stehen weiter auf der Agenda des Straßenbauamtes. Jetzt müsse abgewartet werden, bis wieder ein Programm aufgelegt wird, aus dem Mittel für Radwege beantragt werden können. Im Rahmen eines solchen Programmes werden zum Beispiel Radwege in Engern und an der Bückethaler Landwehr finanziert. Brockmann ist zuversichtlich, dass Todenmann durch die gute Planung der Stadt bei dem nächsten Programm berücksichtigt werden kann. „Und da ein Großteil der Planungsphase durch die Planung der Stadt entfällt, kann dann schnell mit den Arbeiten begonnen werden.“

Die Todenmanner würden das sicherlich begrüßen. „Man darf nicht vergessen, dass wir viele ältere Leute haben, die mit ihren Rollatoren zum Friedhof wollen“, sagt Helmentag. Für sie sei die Strecke über den kaputten Gehweg sehr beschwerlich. „Und auch aus touristischer Sicht ist die Straße sicherlich nicht förderlich “, so Beu.

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