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Erfolg macht erfolgreich

„Siegertruppe“ Möllenbecker Jungendfeuerwehr Erfolg macht erfolgreich

Fleißige Zeitungsleser wissen es ja: Die Möllenbecker Jugendfeuerwehr ist schon seit Jahren so etwas wie der FC Bayern München in der Fußballbundesliga – einfach unschlagbar. Doch anders als bei finanzstarken Fußballclubs lässt sich Möllenbecks Erfolg gar nicht so einfach erklären.

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Mit Spaß bei der Sache: Lucas Reineking, Marco Baschin und Theresa Weiß versuchen, den Erfolg der Möllenbecker Jugendfeuerwehr zu erklären.

Quelle: cm

Möllenbeck. Den Zukauf von Feuerwehrstars kann man getrost als Ursache ausschließen. Auch reine Glückssache, dass man gerade einfach eine besonders talentierte Truppe beisammen hat, kann es wohl nicht sein. Denn Möllenbecks Leistungsfähigkeit zeigt sich schon über viele Jugendfeuerwehrgenerationen und das auch stets in mehreren Gruppen. Selbst das Argument „Die Möllenbecker trainieren einfach öfter“ wurde im Gespräch mit Jugendwart Marco Baschin und den zwei aktiven Feuerwehrjugendlichen Theresa Weiß und Lucas Reineking entkräftet. „Ja, in der heißen Wettkampfphase im Sommer bieten wir zwei- bis dreimal pro Woche Training an“, erklärt Baschin. „Das kommt aber zustande, weil wir so viele Wettkampfgruppen haben, die nicht alle gleichzeitig üben können. Die meisten Kinder und Jugendlichen kommen nur einmal pro Woche zum Training. In der heutigen Zeit mit hohen schulischen Anforderungen ist da auch gar nicht mehr drin.“

 Wenn man jedoch Theresa Weiß und Lucas Reineking ein wenig länger zuhört, bekommt man mit der Zeit so eine kleine Ahnung, was das Besondere beim Möllenbecker Feuerwehrnachwuchs sein könnte. „Wir haben unglaublich motivierte Betreuer. Die sind echt mit Herzblut dabei, und das reißt einen mit“, fällt Lucas Reineking als erstes wichtiges Kennzeichen seiner Truppe ein. „Und Spaß und Gemeinschaftsgefühl stehen bei uns an erster Stelle. Es geht überhaupt nicht verbissen zu“, ergänzt Theresa Weiß. Die gute Vorarbeit in der Kinderfeuerwehr, bei den Minilöschern, wird hervorgehoben. „Die kennen, wenn sie zu uns kommen, schon die Grundhandgriffe.“

 Es klingt auch an, dass sich die Übungsleiter besonders intensiv mit folgender Frage beschäftigt haben: „Wie vermittele ich das notwendige Wissen am besten?“ „Im Winter stehen Spiel und Spaß im Vordergrund. Aber einmal im Monat wird auch trainiert. Dann nehmen wir uns Zeit, bei jedem Einzelnen zu schauen, wie sich Bewegungsabläufe noch vereinfachen und verbessern lassen“, sagt der Jugendwart.

 Außerdem sei bemerkenswert, wie stark die gegenseitige Unterstützung ist, meinen die jungen Möllenbecker. „Als jetzt die eine Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft reiste, sind alle anderen samt Eltern zum Anfeuern mitgekommen“, erzählt Baschin. Auch Baschin selbst, der jetzt seit einem Jahr für die Möllenbecker Jugendfeuerwehr zuständig ist, wird als Motor für den Erfolg genannt. Dass dieser selbst noch jung ist, wird vom Feuerwehrnachwuchs als positiv bewertet. Auch seine Art würde gut ankommen. „Von oben herab zu agieren, ist nicht mein Ding und entspricht auch nicht meiner Vorstellung von Pädagogik. Ich möchte den jungen Leuten eher auf Augenhöhe, als Freund begegnen“, erklärt der Jugendwart.

 Am Ende nennen die drei Möllenbecker noch den vielleicht wichtigsten Grund für das anhaltend hohe Leistungsniveau ihrer Jugendfeuerwehr: Erfolg macht erfolgreich. „Wir bleiben den ganzen Sommer am Ball“, führen sie aus. „Wenn wir uns weiter qualifiziert haben, gibt uns das mächtig Ansporn, auf den nächsten Wettkampf hin zu trainieren. Da wird dann doch unser Ehrgeiz geweckt – und alle sind mit Feuereifer dabei.“

 Der Ruf als „Siegertruppe“ helfe auch, wenn es darum gehe, neue Mitglieder zu gewinnen. „Es macht doch einfach mehr Spaß, zu einer Mannschaft zu gehören, die auch Anerkennung erringt“, so Reineking. Neue Mitglieder seien stets willkommen. „Wir wollen auch in den nächsten Jahre mit mehreren Wettkampfgruppen antreten und freuen uns über jeden Interessierten“, stimmt der engagierte, sympathische Jugendwart zu.  Kontakt: Marco Baschin, Telefon 0176 - 55346075. cm

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