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Erst Kündigung, dann Wasserschaden

Goldbecker Lädchen Erst Kündigung, dann Wasserschaden

Das muss man erst einmal schaffen: Gerade drei Wochen hat Klaus-Dieter Budde, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins gebraucht, um einen Nachfolger für den Dorfladen in Goldbeck zu finden, der im Juni geschlossen hat. Die Ankündigung von den bisherigen Betreibern, Viktor und Barbara Frommann, den Dorfladen nicht weiter zu führen, habe den Verein völlig überrascht und unvorbereitet getroffen, schilderte Budde.

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Für Jana und Timo Kriebel ist es der dritte Dorfladen, den sie am Freitag in Goldbeck eröffnen.

Quelle: wm

GOLDBECK. Nach vielen Telefonaten und persönlichen Gesprächen ist es jetzt dem Verein gelungen, neue Betreiber zu motivieren. Das ist das Ehepaar Jana und Timo Kriebel, die im Juni in Almena einen Laden mit Café eröffnet und in Lüdenhausen den Lebensmittelladen „Krooß“ übernommen haben. Goldbeck ist damit ihr drittes Projekt.

Am Freitag, 28. Juli soll jetzt in Goldbeck eröffnet werden. Der Dorfladen bekommt auch einen neuen Namen „Goldbecker Lädchen“. Das Logo ziert eine Windmühle. Ab 15 Uhr sind alle Bürger eingeladen, sich den neuen Laden anzuschauen (und einzukaufen), ab 16 Uhr gibt es Fassbier und Bratwurst.

Mit Licht ins Lädchen

Am vergangenen Donnerstag mussten die Betreiber und der Dorfgemeinschaftverein noch ein unerwartetes Problem lösen: Wasser aus einem defekten Heizungsventil hatte über Nacht den Laden „geflutet“. Zwölf Mitglieder des Vereins rückten an, um den Laden „wieder trockenzulegen“, wie Budde das humorvoll kommentierte. Zum Glück habe da noch keine Einrichtung in den Räumen gestanden.

Der Verein hat bereits ein Info-Blatt an alle Haushalte verteilt, in der die Öffnungszeiten des „Lädchen“ (Montag bis Freitag 7 bis 9.30 und 16 bis 18 Uhr, Mittwochnachmittag geschlossen, Sonnabend 7 bis 12 und Sonntag 8 bis 10 Uhr) genannt werden. Die Öffnungszeiten könnten später allerdings auch dem Bedarf angepasst werden.

Das Ehepaar Kriebel will im „Lädchen“ Getränke, Brot und Backwaren, Wurstwaren und andere Lebensmittel anbieten. Außerdem will Jens Brakhage, der den Dorfladen auch grundsätzlich unterstützt, im Laden über Pellet-Heizungen informieren und Produkte anbieten.

Weil das „Goldbecker Lädchen“ unter dem Dorfgemeinschaftshaus etwas versteckt liegt, bekommt der Laden eine neue Leuchtreklame und Hinweisschilder an der Straße nach Bösingfeld.

Fester Kundenstamm ist notwendig

Budde appelliert als Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins an alle Goldbecker Bürger: „Nur mit einem festen Kundenstamm kann der Laden ins Laufen kommen und künftig auf sicheren Füßen stehen.“

Die Kundschaft dafür, ist sich Budde sicher, sei da, darunter viele Senioren, die nicht mehr so mobil sind und nicht wegen jeder Tüte Milch nach Bösingfeld fahren wollen: „Das kostet ja auch Sprit.“

Auch in Lüdenhausen und Almena werden die Kriebels übrigens von Vereinen unterstützt. Und das Ehepaar könnte mit Dorfladeneröffnungen gleich weitermachen, an Wünsche dazu mangelt es nicht. Auch in Hohenrode und in Möllenbeck hofft man auf jemanden, der dort wieder einen Dorfladen betreibt. Im Klosterdorf gibt es sogar gerade eine frei gewordene Immobilie: die ehemalige Volksbank-Filiale. Doch Timo Kriebel winkte ab: „Dann bekomme ich Ärger mit meiner Frau. Wir haben mit den drei Dorfläden genug zu tun.“ wm

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