Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Erste Mitfahrerbänke „ein Schnellschuss“

Mobilität auf dem Land Erste Mitfahrerbänke „ein Schnellschuss“

Es ist eine simple Idee: Mitfahrerbänke für Menschen auf dem Land, die nicht selbst mobil sind. Man setzt sich auf eine solche Bank, gibt durch ein ausgehängtes Schild bekannt, in welche Richtung man mitgenommen werden möchte, und wartet, bis ein hilfsbereiter Autofahrer anhält.

Voriger Artikel
Plan A: Reif für die Insel
Nächster Artikel
Straßenmeisterei entschuldigt sich

Eine „Mitfahrerbank“ in Möllenbeck – Provisorium statt ausgereifter Idee?

Quelle: rnk

Möllenbeck. Möllenbeck ist als erster Rintelner Ortsteil mit dieser Idee vorangeschritten. Der Ortsrat hat auf seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen: Drei Mitfahrerbänke sollen aufgestellt werden. Doch: Für einen der Initiatoren der Idee, Eckard Strohmeier, lässt die derzeitige Lösung erheblich zu wünschen übrig.

Eine Bank steht nun in der Hildburgstraße am Briefkasten auf der Höhe der Schule, eine an der Lemgoer Straße am Friedhof, und einer an der Hildburgstraße am Ortsausgang Richtung Krankenhagen.

„Diese Bank steht erst einmal provisorisch dort“, sagt Ortsbürgermeister Thorsten Frühmark. Auch die Bank an der Lemgoer Straße könnte noch ein paar Meter wandern. Zusätzlich sollen die Bänke noch durch gelbe Schilder – in den Boden betoniert – als „Mitfahrerbänke“ gekennzeichnet werden.

"Ungünstige Standorte"

Als einen „Schnellschuss“ bezeichnet Strohmeier die Ausführung. Abgesehen von den teils ungünstigen Standorten sei einfach noch nicht bekannt, was es mit der Idee der Mitfahrerbänke auf sich habe, so Strohmeier. Er hatte die Idee der Mitfahrerbänke als Vorsitzender des Seniorenbeirates wiederbelebt, zusammen mit der Möllenbeckerin Margarete Gottschlich. Dies geschah in Abstimmung mit dem Bauhof. Dabei waren zwei Fragen wichtig: Welche Plätze ergeben für Bürger und Autofahrer Sinn? Dürfen an dieser Stelle überhaupt Bänke aufgestellt werden?

Während Gottschlich sich zufrieden mit der Ausführung zeigt und der Ortsrat darin „einen ersten Schritt in Richtung Mobilität für alle Möllenbecker Bürger“ sieht, ist Strohmeier nicht überzeugt: „So, wie es jetzt ist, kann es nicht funktionieren.“ Es müsse „professionell organisiert werden“, sagt er. Im Idealfall solle eine Organisation dahinterstehen, beispielsweise ein karitativer Verein oder eine Kirche.

Keine Haushaltsmittel eingeplant

Auch in den Bänken selbst sieht er ein Problem: Da keine Haushaltsmittel dafür eingeplant worden seien, habe der Bauhof auf einfache – teils gebrauchte – Bänke zurückgegriffen. Die unterscheiden sich sehr von der Vorstellung, die Strohmeier hatte: Bänke mit Rücken- und Armlehnen, aufgestellt auf festem Grund.

„Meiner Meinung nach hätte man die Aktion auf das Jahr 2018 verschieben können, um dann gut vorbereitet zu starten“, so Strohmeier. mld

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr