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Erster Schnitt im Silo

Auetal Erster Schnitt im Silo

Auf den Wiesen haben die Landwirte die erste Ernte zumeist beendet. Die Gunst der Witterung hat den Zeitpunkt bestimmt. Auf den eher leichteren Standorten haben die Landwirte schon Anfang Mai den ersten Schnitt auf dem Grünland gemäht – auch im Auetal.

Auetal. Sehr viele Bauern haben die trockenen und sonnigen Tage rund um den Himmelfahrtstag genutzt und eine qualitativ hochwertige Grassilage für die Winterfütterung ihres Rindviehs geerntet. Die kühlen Nächte haben den Eiweißgehalt recht lange hochgehalten, die Gräser sind weniger schnell gealtert als in anderen Jahren. Jetzt reift das Grundfutter in den Silos und stellt in den Wintermonaten die wichtigste Futtergrundlage im Rindviehstall.

Entscheidend für eine gute Silagequalität sind außer dem optimalen Erntezeitpunkt des Grases eine saubere Ernte ohne Verschmutzungen und die gute Verdichtung des Futters im Silo. Landesweit werden in Niedersachsen mehr als 700000 Hektar als sogenanntes Dauergrünland genutzt, das sind Wiesen und Weiden, die überwiegend in der Hand von Rindviehhaltern, aber auch von Pferdehaltern oder Schäfern sind. Noch vor dem Grünland wurden bereits Ackergras und Grünroggen abgemäht, Letzterer wird für den Einsatz in den Biogasanlagen genutzt. Auf diesen Feldern kann noch eine weitere Ernte eingefahren werden, dort wächst bald Mais, der bis zum Herbst noch genügend Zeit zum Reifen hat. Auf den Wiesen und Weiden wächst bereits wieder Gras nach, gute Grünlandbauern können auf ihren Wiesen drei Schnitte, manchmal sogar mehr ernten.

Und auf vielen gemähten Wiesen, vor allem aber oberhalb von Borstel, tummeln sich nach der Mahd die Rotmilane. Denn Biotope, die besonders gute Jagdgründe für ihn abgeben, sind oft schon aus der Landschaft verschwunden; viele Wiesen wurden umgepflügt und in Felder mit Weizen, Raps oder Mais verwandelt. Und selbst, wo noch Klee und Gras wachsen, auf sogenanntem Grünland also, findet der Rotmilan oft nur kurzzeitig reiche Beute, nämlich dann, wenn frisch gemäht wurde. Für den Greifvogel ist der Tisch in diesen Tagen reichlich gedeckt.

Die nächste Mahd lässt dann aber oft viele Wochen auf sich warten, doch der Rotmilan kann nicht einfach anderswo nach Beute suchen: In der Familienphase sind Rotmilane nicht so mobil, sie bleiben in ihrem Revier. Das ist dann oftmals lange Zeit Schmalhans Küchenmeister. Dabei ist der Rotmilan alles andere als ein Feinschmecker, vom Regenwurm über Insektenlarven, Kleinsäugern wie die Feldmaus bis zum Aas frisst er alles, was er findet. Gerne jagt er anderen Greifvögeln die Beute ab. Da der Rotmilan auch gerne zu Fuß am Bodenjagt, benötigt er stets offene Flächen – und die findet er in diesen Tagen im gesamten Auetal. rnk

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