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Es kann gar nicht trocken genug sein

Sportplatzbau in Deckbergen kommt voran Es kann gar nicht trocken genug sein

Die Landwirtschaft stöhnt über trockenen, betonharten Boden. Beim Sportplatzbau in Deckbergen kann es dagegen im Moment gar nicht trocken genug sein.

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Ein Lasergerät sendet unsichtbare Strahlen aussendet, die auf fünf Quadratmetern Fläche nur etwa einen Zentimeter Höhenunterschied markieren. „Da käme dann nicht mal mehr eine Ameise unter einem Balken durch“, sagt Gerhard Fickert von der Rathert Sportanlagenbau GmbH.

Quelle: tol

Deckbergen. Gestern wurden 150 Tonnen Spezialkalk mit einer Spezialfräse (1000 Umdrehungen pro Minute) bis zu 50 Zentimeter tief eingebracht, um dem stark lehmhaltigen Boden noch den letzten Tropfen zu entziehen. „Ab fünf Zentimeter unter der Oberfläche ist der Boden noch feucht“, sagt Gerhard Fickert von der Rathert Sportanlagenbau GmbH in Höxter. „Zum Teil gibt es sogar Wasserlinsen. Der Kalk bindet das Wasser und härtet dann stark aus.“

 Es staubte schon etwas am künftigen Sportplatz nördlich des jetzigen. „Aber nur so wenig, dass unsere Mitarbeiter nicht einmal den mitgebrachten Mundschutz brauchten“, freut sich Fickert über die für ihn nahezu idealen Wetterbedingungen. Er war von diesem Projekt bisher anderes gewohnt: wochenlange Verzögerungen, weil die schweren Maschinen auf dem matschigen Boden zu tief einzusinken drohten. Nun kann mit schwerem Gerät wieder Zeit aufgeholt werden. Ein Fachbetrieb aus Herzebrock (Ostwestfalen) erledigte gestern die Fräsarbeiten, danach walzte die Firma Rathert alles wieder platt.

 Parallel dazu hat bereits die Feinnivellierung des Geländes begonnen. Auf einem gelben Dreibein steht am Sportplatzrand ein Lasergerät, das unsichtbare Strahlen aussendet, die auf fünf Quadratmetern Fläche nur etwa einen Zentimeter Höhenunterschied markieren. „Da käme dann nicht mal mehr eine Ameise unter einem Balken durch“, verdeutlicht Fickert das zu erreichende Ziel. Ohne diese Nivellierung wäre der Sportplatz wegen des natürlichen Gefälles auf der einen Seite 60 Zentimeter höher als auf der anderen.

 Der Laserstrahl wird von einem Grader aufgenommen und gibt bei der Planierung die Obergrenzen der Höhenunterschiede vor. Ist das beendet, und hat der Kalk ausgehärtet, „dann kann man da sogar Hochhäuser darauf bauen“, sagt Fickert lachend. „Wenn wir den Sportplatz in der Heide gebaut hätten, könnte man jetzt vielleicht schon darauf spielen. Aber hier ist der Boden ja eigentlich untauglich. Deshalb dauert alles so lange.“

 In Vorbereitung dieser Arbeiten hatte die Firma Rathert nach dem Wetterpech auch noch Zeitverlust durch eine technische Panne zu beklagen. Der Grader bekam auf dem harten Boden einen Haarriss, musste erst noch zur Reparatur in die Werkstatt.

 „Ab Mittwoch beginnen wir auch mit dem Einbau der Rohre für Drainage und Beregnungsanlage sowie der Kabel und Fundamente für die Flutlichtanlage. Das dauert etwa zwei Wochen“, sagt Fickert. „Danach bringen wir die DIN-gerechten Bodenschichten auf. Erst eine Tragschicht, dann die Rasentragschicht aus Mutterboden, Sand und Lava. Da kommt schließlich in der zweiten Juli-Hälfte die Rasensaat hinein.“

 Und noch immer kein Bedarf an Regen? „Doch, jetzt wären ein bis zwei Tage leichter Landregen ganz gut“, sagt Fickert. „Nach der Aussaat wird dann notfalls die neue Beregnungsanlage beim Angießen des Rasens zeigen müssen, was sie drauf hat.“ Auf solche Mehrkosten würde die Stadt bei dem 300.000-Euro-Projekt aber gern verzichten. dil

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