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Etwas Heimat zwischen Mettbrötchen und Bibel

Steinbergen / Frühstück im Gemeindehaus Etwas Heimat zwischen Mettbrötchen und Bibel

Dass man sein Heimatgefühl auch mit einem Lied zum Ausdruck bringen kann, hat Burkhard Fink bewiesen. Spontan erhob sich das Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Steinbergen vom Stuhl und gab eine Gesangsprobe zum Besten. „Unsere Heimat“ lautete der Titel des bekannten Volksliedes aus der ehemaligen DDR, das bei den übrigen 13 Teilnehmern großen Anklang fand.

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Zum Männerfrühstück in Steinbergen gehören auch Gesang und Gebet (o.). Pastor Koller zeigt anhand von Bildern, wie Menschen auf der ganzen Welt das Thema Heimat empfinden. Fotos: vuc

Quelle: Igor Vucinic

Steinbergen (vuc). Die angeregte Diskussionsrunde zum Thema „Heimat“ bildete den Abschluss des „Männerfrühstücks“, das dreimal im Jahr von den Pastoren Reinhard Koller und Stephan Strottmann organisiert wurde. Immer im Wechsel mit Engern fand der Treff an diesem Sonnabend im Gemeindehaus Steinbergen statt. Einer der Gottesmänner kümmerte sich dabei ums „Catering“, der andere bereitete das Gesprächsthema vor.

 In lockerer Atmosphäre zwischen Mett, Vollkornbrötchen und Kaffee plauderte der zumeist feste Teilnehmerstamm über Themen des alltäglichen Lebens und der Vergangenheit. Nach Gebet und Gesang ging es um die geplante Schließung des Rewe-Markts in Rinteln wie auch um Nebeneinkünfte der Politiker.

 Die abschließende Diskussion zeigte, dass das Kernthema „Was ist Heimat“ wird von jedem anders wahrgenommen und gedeutet wird. Ob man als Vertriebener im Krieg seine Wurzeln zurücklassen musste oder der Liebe wegen eine neue Heimat gefunden hat, in einem waren sich alle einig: Der Mensch ist nur Gast auf dieser Erde und findet nach seinem irdischen Dasein seine größte Heimat in Gottes Reich. „Ich war 17 Jahre lang Pastor in Steinhude. Jetzt bin ich 15 Jahre in Steinbergen. Jedes Mal habe ich mich neu heimisch gefühlt.“, so Koller. Dabei hielt er außer Bildern auch Interessantes für die Männer parat: In der Schweiz gebe es einen „Heimatschein“ als Zeichen der Staatszugehörigkeit. Der Begriff „Heimat“ stamme aus dem indogermanischen und sei eng an einen Besitz gekoppelt. Aber auch durch Essen und Trinken, etwa bestimmte Gerichte einer Region, empfinden viele Menschen ein Gefühl von Heimat.

 Das nächste Männerfrühstück ist für 9. März 2013 im Gemeindehaus Engern vorgesehen. Nähere Infos bei Pastor Reinhard Koller, (05751) 917560.

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