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Festgottesdienst 125 Jahre St.-Agnes-Kirche

Steinbergen: Landesbischof gratuliert Festgottesdienst 125 Jahre St.-Agnes-Kirche

Als die Altvorderen den Bau der Steinberger Kirche planten, sollte sie groß sein, dass jeder aus der auch umliegende Dörfer umfassenden Gemeinde Platz habe.

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Stoßen nach dem Gottesdienst auf 125 Jahre Kirche Steinbergen an: Landsbischof Karl-Hinrich Manzke (von rechts), Annette Honebein, Pastor Reinhard Koller, Myriam Thiedig und Pastor Stephan Strottmann.

Quelle: dil

Steinbergen. Auch 125 Jahre danach reichte das große Kirchenschiff beim Festgottesdienst am Pfingstmontag für alle aus, in den ersten drei Stuhlreihen hätte es sogar noch reichlich Platz gegeben. Aber alle wollten wohl den Landesbischof auf der Kanzel predigen sehen, und das geht von hinten einfach besser.

 Nach dem festlichen Marsch des Posaunenchores Steinbergen-Eilsen machten Myriam Thiedig und Annette Hobein im Altarraum ihrem Herzen Luft: „125 Jahre – wir können stolz auf unser Prunkstück sein. Wenn diese Mauern reden könnten, sie hätten bestimmt viel zu erzählen, von Gott und den Geschichten der Menschen. Man kann den Raum zwar allein auf sich wirken lassen, aber es ist schöner, wenn er von vielen Menschen genutzt wird. So wie der Turm nach oben weist, ist die ganze Kirche ein Tor zum Himmel.“ Später sang auch der Kirchenchor.

 Pastor Stephan Strottmann begrüßte Besucher aus Ahe, Engern, Buchholz, Eilsen und Steinbergen in dem Langschiff. Ehrengast Landesbischof Karl-Hinrich Manzke lobte: „Ich bin vom dunklen, vergrauten Bückeburg über den Berg gekommen, und da schien es mir so, als ob die Sonne aufgeht, wenn man zum Kirchturm hinaufschaut.“

 „Früher baute man Kirchen für Generationen, damit wir etwas darin gestalten können“, führte Manzke aus. „Diese Kirche ist die südliche Eintrittstür in die Landeskirche Schaumburg-Lippe. Und diese Gemeinde ist ja auch viel älter als zum Beispiel eine andere, die gerade groß ihr 400-jähriges Bestehen feiert, der Name ist mir gerade entfallen.“

 Manzke freute es, dass mit „Lobe den Herren“ und „Nun danket alle Gott“ zwei Lieder gesungen wurden, die man beim Eröffnungsgottesdienst am Pfingstsonntag vor 125 Jahren ebenfalls angestimmt hat. Er würdigte, dass der Turm wieder standfest gemacht, neue Fliesen und Sitze beschafft worden seien. Manzke: „Aber was zählt, sind die Menschen, aus denen diese Gemeinde besteht.“ dil

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