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Flüchtlinge ja – aber bitte mit Ansage

Krankenhagen Flüchtlinge ja – aber bitte mit Ansage

Der Landkreis Schaumburg bringt Flüchtlinge in einer Privatunterkunft unter und informiert nicht den Ortsbürgermeister darüber. So geschehen in Krankenhagen.

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Krankenhagen. „Erst aus Dorfgesprächen habe ich erfahren, dass der Landkreis in unserem Ort in von einem Privatmann angemieteten Wohnungen Flüchtlinge untergebracht hat“, teilte Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht dem Ortsrat während der jüngsten Sitzung mit. „Bevor ich Kenntnis davon bekam, haben die Flüchtlinge schon viele Monate dort gelebt.“

Der Landkreis hat schon im November des vergangenen Jahres in einem Wohngebäude im Fuchsloch drei große Wohnungen angemietet. Die ersten Flüchtlinge wurden diesem Standort schon im November zugewiesen. Zurzeit leben in dem Haus drei Familien aus dem Kosovo mit insgesamt 17 Personen. Vor dem Hintergrund, dass dem Kreis bis Ende Januar 2016 noch einmal 1200 Flüchtlinge zugewiesen werden – plus eine Zahl x –, könnten es in der Unterkunft in Krankenhagen noch mehr werden. Die Wohnungen wären von der Größe her dazu durchaus geeignet.

„Wenn der Kreis oder zukünftig auch die Städte und Gemeinden für die Beschaffung und Ausstattung von Wohnraum für Flüchtlinge herangezogen und Wohnungen in Ortschaften angemietet werden, dann erwarte ich, dass zumindest der Bürgermeister zeitnah informiert wird. Das ist nicht geschehen, und das kann ich nicht akzeptieren“, beanstandet Sümenicht die Vorgehensweise der Kreisverwaltung.

170 Wohnungen hat der Landkreis zurzeit kreisweit für Flüchtlinge angemietet, 14 davon in Rinteln. Sie befinden sich überwiegend an der Waldkaterallee und am Niedersachsenweg.

„Wir haben nichts dagegen, dass Flüchtlinge in unserem Dorf untergebracht werden“, betont Sümenicht. „Ich weiß, dass etliche Bewohner unseres Dorfes auf die Flüchtlinge zugegangen sind und sie mit Kleidung und Dingen für den täglichen Bedarf unterstützt haben. So soll es auch sein, und das wünsche ich mir. Schnelle Unterstützung und Hilfe funktionieren aber nur, wenn ein frühzeitiger Informationsaustausch stattfindet.“

Weil der Ansturm von Flüchtlingen auch in den nächsten Monaten nicht enden wird und der Kreistag beschloss, dass jetzt auch Städte und Gemeinden für die Beschaffung von Wohnraum herangezogen werden, hat die Verwaltung der Stadt Rinteln eine Meldestelle für Wohnraum eingerichtet. Dort können Privatpersonen der Stadt Wohnraum für Flüchtlinge anbieten.

Die Koordination hat Cornelia Budde, die pensionierte frühere Kämmerin und Leiterin des Hauptamtes, ehrenamtlich übernommen, Telefon (05751) 403303.

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