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Für Frieden gibt’s keine perfekte Lösung

Kooperationsgottesdienst Bad Eilsen/Steinbergen Für Frieden gibt’s keine perfekte Lösung

„Die Welt ist wie verwandelt, wenn...“ ist jetzt nicht nur das Thema des Kooperationsgottesdienstes der beiden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen gewesen. Pastor Hendrik Blank vollendete diesen unvollständigen Satz bereits bei der Begrüßung der vielen Besucher, in dem er erklärte: „...wenn die Sonne scheint.“

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Runder Grund zum Feiern

Pastor Hendrik Blank (links) und Pastor Reinhard Koller halten den Kooperationsgottesdienst gemeinsam. 

Quelle: möh

EILSEN/STEINBERGEN. Und dabei fiel ihm spürbar ein Stein vom Herzen, denn die beiden Gemeinden hatten nach zwei Tagen Dauerregens auf die Wettervorhersage vertraut, dass in den Vormittagsstunden des gestrigen Sonntages der Himmel seine Schleusen geschlossen halten werde. Das war auch notwendig, denn der Gottesdienst fand open air im Garten des ehemaligen Restaurants Schinken-Kruse in Schermbeck statt.

„Die Welt ist wie verwandelt, wenn...“ war auch der Kernsatz der Predigt, die Pastor Reinhard Koller hielt. Zunächst fragte er einige der Gottesdienstbesucher, wie in ihrer Vorstellung das Zitat vollendet werden könne. Dann versuchte er, selbst die Antwort zu finden, indem er auf das Lied „Die Welt ist wie verwandelt“ verwies, in dem es heißt: „Wir sollten uns die Hände halten, gemeinsam eine Brücke bauen oder aber auf Gottes Wort vertrauen.“ Er bedauerte gleichzeitig, dass es keine perfekte Lösung für einen globalen Frieden, wie von den Gottesdienstbesuchern gewünscht, gebe. „Die Welt ist kompliziert, und der Mensch kann außerdem alles ins Gegenteil umkehren.“ So verwandele sich Liebe in Hass und Frieden in Krieg. Koller: „Mit nur einem Knopfdruck ist es leider möglich, Atomraketen zu starten.“

Frieden sei nicht garantiert

Aktueller Anlass dieser Predigt sind die derzeitigen öffentlichen Wortgefechte zwischen den Präsidenten der USA und Nordkoreas. Koller verwies wieder auf das Lied und erklärte, eine Brücke zu bauen, sei jedoch sinnlos, wenn man sie nicht betrete, sondern sich von beiden Seiten nur Worte des Hasses entgegenschleudere. Der Weltfrieden müsse immer wieder neu eingefordert werden. Fest stehe aber, dass „wir Teil des Friedens Gottes sind“. Auch wenn die gesamte Menschheit nur aus Christen bestehe, so Koller, sei der Frieden nicht garantiert. Denn wie bei den Muslimen gebe es mit Sicherheit unter den Christen einige, die sich radikalisierten.

Pastor Hendrik Blank bedankte sich zum Abschluss des Gottesdienstes bei der Luhdener Familie Bahr, die diese Feier in ihrem privaten Garten erst ermöglicht und sogar auf dem Parkplatz auf ihre Kosten ein Toilettenhäuschen aufgestellt hatte. Ferner freute er sich, dass der Posaunenchor des CVJM Bad Eilsen-Rolfshagen (verstärkt durch einige Bläser aus Steinbergen) mitgewirkt hatte. Sein Dank galt aber auch den Mitgliedern des Teamer-Turm-Treffs, die die Sitzbänke und weitere Utensilien nach Schermbeck geschafft, und den Gemeindemitgliedern, die etwas für das anschließende gemeinsame Büfett gespendet hatten. Warme Worte gab es auch für die Steinberger Organistin Kathrin Vial, die den Gottesdienst auf ihrem Keyboard musikalisch begleitete. möh

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