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Gastronomie statt Sanierung in Möllenbeck

Lieber Sushi als Fachwerk Gastronomie statt Sanierung in Möllenbeck

Es ist nicht gerade das „Dornröschenschloss“, aber genauso versteckt und völlig zugewachsen: das alte Bauernhaus an der Hildburgstraße 27 in Möllenbeck – ein Fachwerkhaus, gebaut Ende des 19. Jahrhunderts.

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Hinter Büschen und Bäumen fast verschwunden: Das Bauernhaus in Möllenbeck.

Quelle: wm

Rinteln/Möllenbeck. Für Anwohner und den Ortsrat des Klosterdorfes ist das inzwischen ein Ärgernis, für den Eigentümer, Ingenieur Alexander Lattermann, eine Baustelle, die er leider nach hinten habe schieben müssen, weil eine andere für ihn zurzeit Priorität hat: das Haus an der Brennerstraße 23. In diesem wohnen inzwischen drei Mietparteien, nur das Erdgeschoss steht noch leer.

 Lattermann hatte bereits im Juli 2012 ein Konzept für die Nutzung des 130 Jahren alten Hauses vorgestellt. Damals war die Idee, im Erdgeschoss einen kleinen Laden einzurichten. Es wurde nichts daraus, weil Lattermann keinen geeigneten Bewerber gefunden hatte.

 Lattermann will das Erdgeschoss noch immer gewerblich nutzen lassen, doch erst jetzt habe er einen entsprechenden hoffnungsvollen Kontakt knüpfen können, schilderte er auf Anfrage am Telefon. Und zwar mit einem Gastwirt, einem Vietnamesen, der bereits erfolgreich eine Sushi-Bar betreibt und diese japanische Spezialität künftig auch in Rinteln anbieten will. Sushi ist eine Spezialität aus Reis, ergänzt um weitere Zutaten, wie rohen oder geräucherten Fisch, Gemüse, Tofuvarianten oder Ei – alles als Rolle serviert.

 Lattermann sieht dabei das Restaurant „Mosquito“ gegenüber nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Denn Sushi spreche im Grunde das gleiche Publikum an wie das trendige Restaurant. Wenn der Vertrag unterschrieben sei, so Lattermann, müsse im Erdgeschoss noch eine Küche eingebaut werden. In der Sushi-Bar hätten dann 25 Gäste Platz.

 Der Zustand des alten Bauernhauses an der Hildburgstraße war in Möllenbeck auch deshalb in der Einwohnerfragestunde am Schluss der Ortsratssitzung ein Thema, weil dabei nach Meinung von Zuhörern Lattermann als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Denkmalschutz eine besondere Verpflichtung habe. Der Vorwurf: Das schöne Fachwerkhaus zerfalle zusehend, da „wachsen schon Birken durch die Dachrinne“, und es „laufen Ratten auf dem Grundstück herum“. Außerdem: „Ich bin kein ganz zartes Kerlchen: Wenn ich da vorlaufe, hält mich die Außenwand nicht auf.“

 Lattermann kennt die Klagen, bedauert, dass auch für ihn der Tag nur 24 Stunden habe, betont aber, die Bausubstanz des Hauses sei nicht in Gefahr, das Dach dicht und das Haus „so gut durchlüftet“, damit sich dort kein Hausschwamm kein Schimmel bilden könne. Das sei auch dem Bauamt bekannt, mit dem er in Kontakt stehe. wm

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