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Gemeinde lockt mit Zuschüssen

Rehren Gemeinde lockt mit Zuschüssen

Das Wort ergreift in der Sitzung des Gemeinderates Friedrich Gärling, und auf diesen Moment hat er mit der CDU dreieinhalb Jahre warten müssen.

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Rehren. Der Rat wird gleich abstimmen und beschließen, dass ab dem 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 Mittel zur Verfügung gestellt werden, um junge Familien, die sich im Auetal niederlassen, finanziell zu unterstützen – „Jung kauft Alt“ hatte die CDU das Programm damals genannt.

Der Rückgang der Einwohnerzahl in der Gemeinde solle damit abfedert werden, sagt Gärling, aber mehr als ein Mosaikstein sei es nicht: „Auch uns ist bewusst, dass allein die Förderung des Erwerbs von Altbauten das Problem, das fast alle ländlichen Kommunen haben, nicht lösen kann.“ Aber es sei ein Baustein, um einen Anreiz zum Zuzug oder Verbleib in der Gemeinde zu schaffen.

Erforderlich sei es auch, meinte Gärling weiter, dass das Image der Gemeinde als Wohnstandort verbessert werde: „Neben einer tollen Landschaft, einer guten Verkehrsanbindung, nahezu optimaler Kinderbetreuung, um nur einiges zu nennen, sind es insbesondere die günstigen Immobilienpreise, die für unsere Gemeinde sprechen.“ Für junge Familien könne es kaum einen besseren Ort zum Leben geben, dafür müsse aber auch die Werbetrommel gerührt werden.

Zugleich sprach sich Gärling im Namen seiner Fraktion dafür aus, dass in Rehren ein neues Baugebiet erschlossen werden soll: „Auch wenn derzeit noch Baulücken vorhanden sind, wird es Interessenten geben, die doch lieber in einem Neubaugebiet ihren Immobilienwunsch realisieren möchte.“ Dafür benötige die Gemeinde entsprechende Angebote.

Gefördert wird wie folgt: Bei einem Kaufpreis bis 50.000 Euro mit 2000 Euro, bis 100.000 Euro mit 3000 Euro und ab 100.000 Euro mit 4000 Euro. Wird die Immobilie von einer Familie mit Kindern erworben, erhöht sich die Fördersumme um 500 Euro je Kind, maximal jedoch um 2000 Euro.

Als flankierende Maßnahme oder als Basis, je nach Sichtweise, hat die Verwaltung ein Kataster erstellt, auf dem zu sehen ist, wo es Baulücken gibt oder wo sich leer stehenden Immobilien befinden. Die Verwaltung hat dazu anhand des Ortschaftsplanes die Parzellen ohne Gebäude gekennzeichnet und die Eigentümer angeschrieben sowie einen Fragebogen beigelegt: Können wir das Grundstück in ein öffentliches Baukataster aufnehmen, können wir potenziellen Interessenten mitteilen, dass es bei euch eine freie Fläche gibt? Bei der Aufnahme des Leerstandes ging man ähnlich vor, im Rathaus hat man einfach die Meldedaten abgeglichen: Ist beispielsweise im Haus an der Hattendorfer Straße Nummer xyz niemand gemeldet, dann darf man von einem Leerstand ausgehen.

Siegbert Held (WGA) plädierte dafür, für eine Fortführung des Katasters die Ortsvorsteher mit ins Bott zu holen. Schließlich wüssten diese am besten, wo etwas leer stünde. Zum Antrag der CDU meint Held, dass man gute Ideen neidlos anerkennen müsse – das alles, Kataster und Förderung, sei sehr schlüssig.

Stefan Weber nahm für die SDP/Grünen-Gruppe nur Stellung zu einem neuen Baugebiet: Da gäbe es viel Für und Wider.

Wie geht es weiter? Bürgermeister Heinz Kraschewski sprach von einem „wachsenden System“, und das packt man nicht in die Schublade und lasse es dort ein halbes Jahr liegen, denn dann könne man es wegschmeißen.

Soll heißen: Das Kataster wird in sehr regelmäßigen Abständen aktualisiert. Für Hausbesitzer werden die entsprechenden Fragebögen ins Netz auf der Seite der Gemeinde eingestellt, man muss diese dann nur noch ausfüllen und wegschicken.rnk

Eine schöne Landschaft wie hier in Schoholtensen, eine gute Verkehrsanbindung mit der Nähe zur Autobahn, nahezu optimale Kinderbetreuung, günstige Immobilienpreise und ein Fördertopf, mit dem die Gemeinde junge Familien unterstützt: Es gibt gute Gründe, die für das Auetal sprechen. rnk

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