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Gerade noch nah genug dran

Bauen in Möllenbeck Gerade noch nah genug dran

Es sind die niedrigen Zinsen, die viele junge Familien zurzeit darüber nachdenken lassen, ob sie nicht doch bauen sollten.

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 An der Slawnoer Straße in Möllenbeck kann neu gebaut werden. Dort sind noch drei Grundstücke zu haben.

Quelle: tol

Möllenbeck. Das merkt man auch bei der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) in Hannover, die in Möllenbeck im Baugebiet „Auf dem langen Lande“ im Bereich Slawnoer Straße von den ursprünglich 27 Grundstücken jetzt noch drei anzubieten hat. Ein 624 Quadratmeter großes Grundstück ist jüngst verkauft worden. Quadratmeterpreis: 59,60 Euro.

 Die Niedersächsische Landgesellschaft stellt Hausbauern frei, mit wem sie bauen wollen. Man muss sich nicht für einen Bauträger entscheiden. Das hat den Vorteil, dass – je nach Finanzlage – in Etappen gebaut werden kann. Bauträger bieten meist schlüsselfertige Häuser an, weil es sich besser rechnet.

 Cord Gewecke, der die Grundstücke bei der NLG vermarktet, ist optimistisch, dass sich jetzt auch für die restlichen drei Bauplätze bald Käufer finden. In den vergangenen Jahren sei das nur schleppend gelaufen. Mehr als zehn Jahre habe es gedauert, bis das Baugebiet „vollgelaufen“ ist, wie das in der Fachsprache der Investoren heißt.

 Gewecke, der aus Sachsenhagen kommt, kennt die Schaumburger Verhältnisse und sagt, Möllenbeck liege gerade noch in der von Bauwilligen akzeptierten Entfernung zu Rinteln als der zentralen Stadt.

 Der Breite Bören und zuletzt der Kleine Bören seien inzwischen ebenfalls bis auf zwei Grundstücke bebaut, „diese Grundstücke sind allerdings bereits verkauft“, schilderte Dietrich Requardt, der das Baugebiet betreut hat, gestern auf Anfrage.

 Sind auch die letzten freien Bauplätze an der Slawnoer Straße weg, gibt es zumindest in Neubaugebieten keine Bauplätze mehr. Die Möglichkeiten, neue Baugebiete im oder am Dorf auszuweisen, sind wiederum eingeschränkt durch Landschaft- und Naturschutz, Kiesabbau- wie Überschwemmungsflächen und einen landwirtschaftlichen Betrieb mit einer großen Schweinemastanlage.

 Deshalb habe man im Ort auch schon „laut nachgedacht“ über mögliche Optionen, wie Kölling das formuliert. Grundsätzlich ist er überzeugt, dass das Klosterdorf für Neubürger attraktiv bleibt, und zählt auf: Möllenbeck habe im Gegensatz zu anderen Ortsteilen noch eine Infrastruktur mit Kindergarten, Grundschule, Gewerbebetrieben, einer Bäckerei und Tankstelle, nicht zu vergessen das Kloster mit angeschlossener Gastronomie. Und zu Aldi & Co. im Rintelner Industriegebiet Süd sei es auch nicht weit.

 Die Idee: das Gelände beim ehemaligen Forsthaus, Breiter Bören Süd. Darüber habe er bereits mit einigen Leuten gesprochen. Dort wäre Platz für etwa 20 Häuser. Die Grundstücksfragen könne man klären, der Fichtenwald gehöre nach seinen Informationen ohnehin der Stadt Rinteln. Eine Erschließung über den Breiten Bören oder noch besser die Hildburgstraße sei nicht das Problem.

 Beim Bauamt ist man da eher skeptisch. Nicht nur wegen der Abstandsregelung zum Wald von 100 Metern.

 Bauamtschefin und städtische Baudezernentin Elena Kuhls sieht Chancen vor allem in den rund 20 Baulücken, die es im Dorf gibt. „Potenziellen Bauplätzen“ muss man korrekterweise sagen, denn die Grundstückseigentümer sind ja nicht verpflichtet zu verkaufen. Doch Kuhls geht davon aus, das mit dem einen oder anderen schon zu reden ist. Dem stimmt auch Kölling zu.

 Mit dem demografischen Wandel kommen langfristig voraussichtlich weitere Häuser oder Grundstücke auf den Markt. Denn in einer Reihe von Häusern wohnen Bürger, die älter als 70 Jahre sind – oft allein.

 2008 sind im Dorf schon einmal die Baulücken erfasst worden. Diese Liste ist inzwischen veraltet. Jetzt hat die Verwaltung die Daten neu erhoben, die ausgewertet werden und schon einmal in einer nicht öffentlichen Sitzung Kommunalpolitikern vorgestellt worden sind. wm

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