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Gesetz geändert: Verbot nicht mehr selbstverständlich

Deckbergen / Schilder Gesetz geändert: Verbot nicht mehr selbstverständlich

Vielen Wanderern dürften sie in den vergangenen Wochen aufgefallen sein: große grüne Schilder, die an den Waldeingängen aller Ortsteile unübersehbar darauf hinweisen, dass das Befahren der Waldwege mit Kraftfahrzeugen und Zugtiergespannen verboten ist.

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Schilder weisen Besucher seit Kurzem darauf hin, dass das Befahren der Wege verboten ist. Im Gegensatz zu den Schildern ist dieses Verbot nicht neu.

Quelle: jaj

Deckbergen/Schaumburg/Westendorf (jaj). Eigentlich ist diese Information nichts Neues, denn verboten war das Befahren der Waldwege schon immer. Dass neuerdings Schilder eigens auf das Verbot aufmerksam machen müssen, hat dabei allein bürokratische Gründe. Eine Gesetzesänderung machte das Aufstellen der Schilder unvermeidlich.

 „In der Vergangenheit war das Verbot im Feld- und Forstordnungsgesetz geregelt“, erklärt Christian Weigel, Leiter des zuständigen Forstamts Oldendorf, die Hintergründe. Bei der letzten Novellierung des niedersächsischen Landeswaldgesetzes wurde nun aber das komplette Feld- und Forstordnungsgesetz ersatzlos gestrichen. In ihm war das Verbot folglich nicht mehr verankert. Der niedersächsische Landtag sei außerdem zu dem Schluss gekommen, dass eine straßenverkehrsrechtliche Anordnung in einem Waldgesetz generell nicht richtig aufgehoben sei. Daher habe man sich auch dagegen entschieden, das Verbot anschließend in das Waldgesetz aufzunehmen.

 Infolgedessen gab es also kein generelles Verbot mehr, die niedersächsischen Wälder mit Kraftfahrzeugen und Zugtiergespannen zu befahren. „Jeder, der ein solches Verbot weiterhin aufrecht erhalten möchte, muss seither selbst für entsprechende Hinweise an den Waldeingängen sorgen.“

 Die Niedersächsischen Landesforsten wollen auch zukünftig keine Kraftfahrzeuge oder Gespanne auf ihren Waldwegen und haben sich deshalb dazu entschlossen, Besucher an den Waldeingängen darauf hinzuweisen. Das übernehmen die in Grün gehaltenen Schilder, die dabei keineswegs ein generelles Verbot für das Betreten der Wälder aussprechen wollen. Allen, die zu Fuß oder auch auf anderem erlaubten Wege die Wälder betreten, wünschen die Landesforste sogar „viel Freude im Wald“.

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