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Gesucht: die optimale Lösung

Planung für Bürgerhaus und Feuerwehr Gesucht: die optimale Lösung

Die Entscheidung über das Raumprogramm im geplanten Bürgerhaus und die Antwort auf die Frage, ob das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Volksbankgelände in Krankenhagen einstöckig oder ebenerdig gebaut werden soll, will Bürgermeister Thomas Priemer auf die Zeit nach den Sommerferien vertagen.

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Was kommt anstatt des Raiffeisen-Komplexes?

Quelle: wm

Krankenhagen. Es eilt ja auch nicht. Denn noch fehlt der Förderbescheid des Amtes für Regionalentwicklung für das Bürgerhaus. Und ohne Förderbescheid, sprich Geld von EU, Bund und Land kein Grundstückskauf.

Zwar könnte die Stadt bereits jetzt das Grundstück für den Bau des Feuerwehrhauses erwerben, denn der Feuerwehrneubau ist nicht förderfähig, weil Pflichtaufgabe der Stadt. Zumindest bei diesem Projekt ist die Stadt damit nicht an die Richtlinien des „Staatsforst“-Programms gebunden. Doch das, sagt Priemer, mache keinen Sinn, weil Bürgerhaus wie Feuerwehrhaus auf dem Gelände gemeinsam erschlossen werden müssen. Ohnehin ist dann zunächst die Volksbank am Zug, die den Raiffeisenkomplex abreißen wird.

Die Standpunkte sind klar: Bürgerhausverein und Feuerwehr wollen die aus ihrer Sicht optimale Lösung, Verwaltung und Politik schauen vor allem auf das Geld. Optimal heißt für die Feuerwehr, es soll ein ebenerdiges Gerätehaus, ein Flachbau werden. Optimal heißt für den Bürgerhausverein ein, gegenüber dem vorgelegten Plan des Bauamtes, deutlich erweitertes Raumprogramm.

Ebenerdige Lösung teurer

516.000 Euro sind für das Feuerwehrhaus eingeplant, ebenerdig würde 113.000 Euro mehr kosten, hatte das Bauamt errechnet. „Schauen sie sich im Landkreis und den Nachbarkreisen um“, sagt Ortbrandmeister Achim Wächter, „da finden Sie unter den neu gebauten Gerätehäusern kein einstöckiges.“ Bei Gerätehäusern gehe es schließlich um Funktion. Und die Mehrkosten? „Fangen wir zum größten Teil mit Eigenleistung auf“, versichert Wächter.

Der Bauausschuss hatte sich zwar bereits im März festgelegt: Einstöckig soll das Feuerwehrhaus in Krankenhagen werden, doch Priemer sieht noch Verhandlungsspielraum.

Als beantwortet betrachtet man in der Verwaltung dagegen die Frage, ob Feuerwehrgerätehäuser behindertengerecht sein müssen oder nicht. Die Stadt hatte sich dazu bei der Feuerwehr-Unfallkasse informiert, die darauf hingewiesen, dass das Innenministerium bereits 2013 klargestellt habe, dass Feuerwehrgerätehäuser nicht barrierefrei gebaut werden müssten. Feuerwehrhäuser seien keine öffentlichen Gebäude.

Keine Antwort vom Sozialministerium

Für Manfred Pollmann, den Vorsitzenden des Behindertenbeirates, ist die Sache dagegen keineswegs entschieden. Er habe im März beim zuständigen Sozialministerium nachgefragt, aber bis heute keine Antwort bekommen.

Das Feuerwehrgerätehaus in Hohenrode ist praktisch baugleich mit dem in Krankenhagen, auch dies soll nach den Plänen des Bauamtes einstöckig werden ohne Aufzug.

Wenn es darum geht, behinderten Feuerwehrmitgliedern und Senioren einen barrierefreien Zugang zu Versammlungen zu ermöglichen, wäre das in Krankenhagen wie in Hohenrode durchaus auch ohne behindertengerechtes Feuerwehrhaus möglich. Das barrierefreie Bürgerhaus in Krankenhagen soll neben dem Feuerwehrhaus gebaut werden, in Hohenrode wäre das Dorfgemeinschaftshaus ebenfalls nicht weit entfernt.

Gesundheitsversorgung im Bürgerhaus

Auch beim Bürgerhaus ist die Raumplanung noch umstritten. Pastor in Ruhe Helmut Syska hält als Vorsitzender des Bürgerhausvereins nach wie vor an der Idee fest, im oder am Bürgerhaus müsse es Räume für eine Gesundheitsversorgung geben. Weil es vermutlich schwierig sei, eine Arztpraxis anzusiedeln, kann sich Syska auch vorstellen, dass ein Arzt zu bestimmten Zeiten nach Krankenhagen kommt. Außerdem sei es wichtig, dass der geplante Saal im Bürgerhaus für mindestens 120 Menschen nutzbar und für Gymnastik- wie Gesundheitssport teilbar ist. Dazu gehörten eigentlich auch Sanitär- und Umkleideräume. Die Stadt sagt, beides gebe es in der Turnhalle nebenan.

Das Bürgerhaus sollte ein Haus für die ganze Südregion werden, in dem sich auch andere Vereine treffen und Veranstaltungen stattfinden. wm

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