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Großbrand: Lkw-Fahrer weckt Bewohner

Bernsen Großbrand: Lkw-Fahrer weckt Bewohner

Ein Lkw-Fahrer hat am Dienstag gegen 1.25 Uhr ein brennendes Auto auf einem Grundstück an der Bernser Straße gesehen und sofort die Feuerwehr alarmiert.

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In dieser Garage haben die Flammen erheblichen Schaden angerichtet. Ein abgestelltes Motorrad hat nur noch Schrottwert.

Quelle: tol

Bernsen. Durch Klopfen weckte er die Bewohner, ein Ehepaar, deren Tochter und Enkelkind. Durch den starken Wind wurde das Feuer gegen die Scheune gedrückt – innerhalb kürzester Zeit stand das Gebäude in Flammen. Auch das Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte nicht verhindert werden. Die Scheune brannte völlig aus und ist jetzt vom Einsturz bedroht. Im angrenzenden Wohnhaus stürzten die Decken durch den Dachstuhlbrand ein.

Bei der Auetaler Feuerwehr ging um 1.28 Uhr die Meldung „Pkw-Brand“ in Bernsen, Bernser Straße 7a ein und in Rolfshagen dröhnten die Sirenen. Wenige Minuten später waren die Einsatzkräfte aus Bernsen, Rolfshagen und Kathrinhagen vor Ort. Schnell stellten die Feuerwehrleute fest, dass sie weitere Unterstützung benötigten, denn die Flammen hatten sich schon auf die Scheune ausgeweitet. Aus Rehren-Westerwald und Hattendorf rückten die Ortswehren an.

In erster Linie sollte das Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindert werden, doch der Wind war stärker. Nicht viel später schlugen aus dem Dachstuhl des Wohngebäudes die ersten Flammen. Einsatzleiter und Gemeindebrandmeister Michael Möller forderte die Drehleitern aus Rinteln und Bückeburg an, um den Brand von oben bekämpfen zu können. Probleme gab es mit der Wasserversorgung. „Die Drehleitern benötigen viel Wasser, da mit dem Strahl auch die Dachziegel gelöst werden“, erklärte der Pressesprecher der Auetaler Feuerwehren, Andreas Watermann. Die Hydranten und das öffentliche Wassernetz seien schnell überlastet gewesen. Zusätzlich musste Löschwasser aus der Beeke entnommen werden, die zurzeit viel Wasser führt.

Die Hauseigentümer, die aus dem Schlaf gerissen wurden, konnten das Gebäude unverletzt und rechtzeitig verlassen und wurden von Nachbarn betreut und versorgt. Ein Rintelner Feuerwehrmann, der unter schwerem Atemschutz von der Drehleiter aus Löscharbeiten durchgeführt hatte, erlitt durch die Anstrengung eine Kreislaufschwäche und musste vom Rettungsdienst betreut werden. Er erholte sich aber schnell.

Die Landesstraße 443 war bis zum späten Vormittag zwischen Bernser Landwehr und der Abzweigung zum Deckberger Pass voll gesperrt.

Rund 100 Feuerwehrleute, zehn Auetaler Fahrzeuge, drei aus Rinteln und vier aus Bückeburg waren bei dem Großbrand im Einsatz. Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Kaffee und Brötchen.

Am Morgen war ein Brandexperte der Rintelner Polizei vor Ort. Er stellte fest, dass der Autobrand vermutlich durch einen technischen Defekt im Motorraum oder im Armaturenbrett entstanden ist.

Die einsturzgefährdete Scheune muss nun wahrscheinlich abgerissen werden. Was mit dem Wohnhaus geschieht, in dem bereits die Decken eingebrochen sind, ist derzeit noch nicht entschieden. Die Feuerwehrleute konnten gestern Morgen lediglich noch einige persönliche Papiere der Hausbewohner aus der Brandruine holen, das weitere Hab und Gut ist wahrscheinlich verloren. Die Familie ist bei Nachbarn untergekommen. Der Schaden beläuft sich auf rund 350000 Euro. la

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